Den Hocker stelle ich auf die Säule. Fertig!
6. August 2009
Konstantin Skudler ist deutscher Gedächtnismeister. Er erklärt, wie man sich viele Ziffern in wenigen Minuten merkt.
Das Gespräch führte Carolin Möllmann
Konstantin Skudler ist seit dem Wochenende deutscher Gedächtnismeister bei den Kindern. Im Herbst fährt der zehnjährige Schüler zur Weltmeisterschaft nach London. Beim Interview mit ihm redete auch sein Vater Jörg mit.
Hallo Konstantin, herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft.
Dankeschön!
Du hast dir am Wochenende in fünf Minuten 100 Zahlen gemerkt, kannst du dich noch an die ersten zehn erinnern?
Nein.
Aber bestimmt kennst du alle Telefonnummern deiner Freunde und Verwandten?
Nein, die kenne ich auch nicht alle. Zumindest merke ich mir die nicht so wie die Zahlen beim Wettbewerb.
Wie hast du dir die denn gemerkt?
Für jede Zahl von 0 bis 99 habe ich ein Bild im Kopf. Dann mache ich eine kurze Geschichte aus einem Bild und einem Routenpunkt. Die Routenpunkte sind Dinge auf einem bestimmten Weg durch unsere Wohnung. Das wiederhole ich für alle Zahlen, die ich mir merken will.
Wie merkst du dir zum Beispiel 508?
Also die 05 08?
Ja genau.
Die 05 ist eine Säule, aber eine kurze, eine, die noch nicht bis an die Decke geht. Und der erste Routenpunkt ist ein Hocker. Den Hocker stelle ich auf die Säule. Fertig! Was war die andere Zahl noch mal?
Die 08.
Ja, das ist Seife. Und der nächste Routenpunkt in meinem Kopf ist der Schrank. Und die Seife und der Schrank …
Konstantins Vater Jörg macht einen Vorschlag: Der Schrank ist voller Seife und die Seife schäumt schon aus dem Schrank raus …)
Konstantin: Nein, der Schaum steht doch schon für die 63, das geht also nicht!
Vater: Na gut, dann ist der Schrank halt ganz glitschig.
Konstantin: Genau, der Schrank ist eingeschmiert mit der Seife und ganz glitschig.
Vater: Tja, je verrückter die Geschichten, desto besser kann er sie sich merken.
Es gibt verschiedene Disziplinen bei den Meisterschaften. Was ist denn deine Lieblingsdisziplin?
Der Binärziffernmarathon. Binärziffern kann ich mir genauso gut merken wie andere Zahlen. Beim Binärziffernsprint hat man nur fünf Minuten Zeit, sich die Zahlen zu merken. Aber beim Marathon, den es leider nur bei der Weltmeisterschaft gibt, hat man 60 Minuten Zeit zum Einprägen. Da bin ich manchen Konkurrenten voraus, weil ich mehr Routenpunkte habe als sie. Und die, die weniger haben, müssen früher aufhören als ich, weil sie keine Routenpunkte mehr haben.
Wie viele Konkurrenten hattest du denn diesmal?
Acht Konkurrenten.
Und kanntest du einige davon schon?
Nicht so viele.
Vater: Es gibt meistens weniger Kinder als Junioren oder Erwachsene. Außerdem steigen die Kinder eher mal aus und machen etwas anderes. Zwei Kinder kannten wir aber von anderen Wettbewerben.
Konstantin: Nein, ich kannte drei der Kinder.
Vater: Gut, dann waren es eben drei. Das passiert ihnen mit hochbegabten Kindern: Sie verbessern einen dauernd.
Wie oft hast du denn für die Deutsche Meisterschaft trainiert?
Selten.
Wieso das denn?
Ich hatte keine Zeit. Wir sind gerade im Urlaub in Tirol und wir gehen viel wandern oder ins Schwimmbad. Aber vor den Ferien habe ich regelmäßig in einem Kurs der Hochbegabtenförderung e. V. trainiert. Und vor der nächsten Weltmeisterschaft im November 2009, da werde ich jeden Tag etwas tun. Mir machen Zahlen viel Spaß, aber manchmal sind mir auch meine anderen Hobbys Klavierspielen oder Karate wichtiger.
Hilft dir deine Begabung in der Schule?
In Mathe bin ich ein bisschen schneller. Aber bei anderen Aufgaben sind andere wieder besser. Die ganze Klasse an meiner Schule, dem Heinrich-Hertz-Gymnasium in Friedrichshain, ist sehr leistungsstark. Ich gehe dort in die siebte Klasse und die meisten Schüler sind zwei Jahre älter als ich.
Welches Fach in der Schule magst du denn gar nicht?
Mein schlechtestes Fach ist Geschichte. Da habe ich auf dem Zeugnis nur eine Drei bekommen. Die Vergangenheit interessiert mich nicht so sehr.
Nervst du manchmal deine Eltern, weil du so viel weißt?
Konstantins Vater lacht: Was heißt denn hier manchmal? Manchmal nervt Konstantin auch nicht!
Quelle: Berliner Zeitung, 6.8.2009
Interview Memocamp von memory-sports.com
11. Juni 2009
Diese Interview wurde von www.memory-sports.com in Kooperation mit Michael Gloschewski Gedächtnistrainer geführt. Lesen Sie hier das Interview:
memory-sports.com: Wie kamst Du auf die Idee, eine Website für Merktechniken zu machen?
Memocamp: Ich wollte effizient trainieren, aber ich hatte nur viele kleine Programme und selbst gemachte Exel-Listen. Einige der Programme arbeiteten nur unter Windows und ich konnte sie nicht auf meine speziellen Bedürfnisse konfigurieren.
memory-sports.com: Warum konntest Du nicht den MemoryXL Trainer verwenden?
Memocamp: Der Trainer ist gut für Anfänger, aber für einen Profiathleten ist es nicht gut genug. Es gibt keine Meisterschaftsstandarts und keine Fehlerauswertung. Der Trainer ist ungefähr acht Jahre alt und wird langsam überholt.
memory-sports.com: Also ist die neue Webseite nur was für Profis?
Memocamp: Es ist für beide. Auf der einen Seite die Anfänger, die beim Lernen Ihrer Systeme unterstützt werden und auch Beispielsysteme bekommen. Auf der andern Seite die Profis die an Meisterschaften teilnehemen. Mit Ihren speziellen Systemen und eine Fehlerauswertung die kieine Wünsche offen lässt.
memory-sports.com: Also man kann sein eigees System einpflegen?
Memocamp: Exat! Man kann seine eigen Systeme verwenden und zum lernen sogar anzeigen lassen. Also wer z.B. ein 1000er System hat kann sich das anzeigen lassen, sogar mit Bildern, wenn er welche hat.
memory-sports.com: Welche Systeme können erstellt werden?
Memocamp: Alle gängigen Systeme. Das normale Mastersystem mit 2 Ziffern oder 3 Ziffern. Ein PO System oder ein PVO System. Es ist auch möglich neue Systeme zu erstellen, ein 100.000 er System in PVO… ist sogar möglich ;-)
memory-sports.com: Was ist mit speziellen Kartensystemen. Können auch hoch komplizierten System wie z.B. von Ben Pridmore, wo es ein Bild für zwei Karten gibt also insgesammt 2.704 Bilder, auch erstellt werden?
Memocamp: Ja, das ist möglich. Im Moment ist das Modul für Karten noch nicht integriert. Es können auch für Binärzahlen eigene Bilder erstellt werden, z.B. ein Bild pro Zeile. Es wird eine Funktion geben, Routen und Systeme zu importieren. Im Moment muss es noch per Hand eingepflegt werden oder Ihr schickt mir eine Dateien, so dass ich es manuell zu Euren System laden kann.
memory-sports.com: Was sind Deine Pläne mit der Webseite?
Memocamp: Gedächtnissport zu verbreiten, das Training zu optimieren und die Gemeinschaft zu vergrößern. Ich werde Leuten helfen, die von den Techniken etwas gehört haben und interessiert sind ihre eigenen-Systeme zu entwickeln. Es ist bereites ein Master-System für Anfänger und eine Route mit 52 Punkten hinterlegt. Sie haben auch die Möglichkeit sich mit anderen Sportlern zu messen. Es gibt auch Level mit denen man sich langsam steigern kann.
memory-sports.com: Wie ist der Status quo?
Memocamp: Im Moment sind die Zahlen Disziplinen, wie 5, 15, 30 und 60 Minuten online. Es gibt ein Level-System, das Sie vollenden müssen bevor es weitergeht. Anders als mit dem MemoryXL-Trainer müssen Sie nicht 100 % richtig haben, um ein Level zu schaffen. Auf diese Weise gibt es weniger Frustration, wenn Sie mal einen Fehler haben. Zur Zeit gibt die Zahlen, es wird aber bald jede einzelne Meisterschaft-Disziplin verfügbar sein, sogar Abstrakte Images und Namen!
memory-sports.com: Wie funktioniert es mit den verschiedenen Zeiten in den Zahldisziplinen?
Memocamp:Man kann die Vorlaufzeit einstellen und die memorier längen wählen. Es gibt sogar ein freies Training bei dem man die Anzahl und die Zeit frei defieneiern kann. An andere alternativen dachte ich auch. Ein Beispiel wäre jede Zahl von 00-99 einmal im Durchgang zu haben.
memory-sports.com: Wie lange wir es dauern bis alle Disziplinen intergiert sind?
Memocamp: Das kann ich noch nicht mit Gewissheit sagen. Eventuell wird es bis zur Weltmeisterschaft ferig sein. Ich hoffe aber späthestens bis Ende des Jahres sollten die Meisterschafts Disziplinen stehen.
memory-sports.com: Du spachst von neuen Disziplinen, die nicht Teil von Meisterschaften sind. Erzähl uns mehr über die Idee.
Memocamp: Eine Idee ist einen Zahlensprint von 50 oder/und 100 Zahlen einzuführen. Das ist dann ähnlich wie beim Sport, 50 Meter oder 100 Meter Lauf. Das gleiche dann auch für Binärzahlen. Ich galube das das sehr viel Spaß machen würde. An eine Art Metronom bei dem man einstellen kann wieviel Zahlen man memorieren möchte und der Fokus dann immer nach Takt weiterspringt. Das sind einige Ideen, da habe ich noch viele von.
memory-sports.com: Könen Nutzer auch Ideen einbringen?
Memocamp: Ja selbstverständlich! Ich wünsche mir ja einen regen Austausch. Es wird jede Idee geprüft und evtl. wird sie dann auch umgesetzt.
memory-sports.com: Memocamp ist nur auf Deutsch im moment. Sin denn andere Sprachen geplant?
Memocamp: Ja, die erste neue Sprache wird Englisch sein. Französisch, Italienisch, Spanisch und Chineseisch wird folgen. Aber zuerst möchte ich alle Standarddisziplinen und alle möglichen Fehler behoben haben Aber es ist sehr einfach, andere Sprachen zu integrieren, die Webseite ist diesen Zweck schon vorbereitet.
memory-sports.com: Was ist die Gebühr für die Anwendung von Memocamp?
Memocamp: Das wird nicht noch entschieden. Aber es wird definitiv etwas kosten. Denn es ist sehr teuer so eine Webseite aufzubauen. Ein kleines Beispiel: Zehntausend Passbilder für Namen & Gesichetr kosten einen Euro pro Stück. Das ist das preiswerteste Angebot, das ich bis jetzt erhielt. Ich denke, dass es zwischen fünf bis 10 Euro im Monat kosten wird. Eine Idee ist eine 30 Tage Testversion, danach müssen für die höheren Level bezahlt werden, die untern sind weiterhin frei.
memory-sports.com: Warum ist der Sport nicht so populär und wie können wir das in der Zukunft ändern?
Memocamp: Ich denke die Leute haben Angst die Techniken zu erlernen, da Sie glauben es ist mit sehr viel Aufwand verbunden. Da ich dies Gedächtnistechniken selbst unterrichte sehe ich das ständig in meien Seminaren. Man kann sein eigenes Majorsystem in ca. 3-4 Stunden leicht erlernen. Selbstverstänlich dauert es etwas bis man es sehr schnell abrufen kann, aber das ist für den Anfang garnicht notwendig. Die hemmschwelle zu einer Meisterchaft zu gehen ist recht hoch, weil niemand gerne letzter wird. Selbst wenn sie kommen werden sie von den Ergebnissen der Profis eingeschüchter und kommen nicht wieder. Obwohl Gedächtnistechniken in unser Gesellschaft immer wichtiger werden können Leute sie nicht wirklich gut trainieren. Ich kann Ihnen dabei helfen.
Vielen Dank für das Interview. Dieses Interview in Englisch gibt es hier:
Interview Dorothea Seitz von memory-sports.com
10. Juni 2009
Diese Interview wurde von www.memory-sports.com in Kooperation mit Michael Gloschewski Gedächtnistrainer geführt.
Lesen Sie hier das Interview:
memory-sports.com Du gehst auf das Internat Schloss Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern. Welche Klasse bist du da?
Dorothea Seitz: In der zehnten Klasse. Ich habe noch zweieinhalb Jahre vor mir.
memory-sports.com Weißt du schon, was du nach der Schule machen möchtest?
Dorothea Seitz: Ich möchte Psychologie studieren und eventuell später in die Richtung Hirnforschung gehen.
memory-sports.com Seit wann trainierst du dein Gedächtnis?
Dorothea Seitz: Seit Anfang 2007. Ich habe im Internet darüber gelesen und mir ein entsprechende Buch gewünscht. Damit habe ich mir dann die Techniken selber beigebracht.
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memory-sports.com Was war das für ein Buch?
Dorothea Seitz: „Warum fällt das Schaf vom Baum?“ von Christiane Stenger. Es hat mich gleich begeistert, vor allem wie schnell man Fortschritte macht.
memory-sports.com Hättest du gedacht, dass du mal in die Fußstapfen von Christiane trittst und Jugendgedächtnisweltmeistern wirst?
Dorothea Seitz: Nein. Ich habe aber früher immer schon darüber nachgedacht, was für ein tolles Gefühl es wäre, in irgendetwas Weltmeister zu sein – aber ich hätte nicht gedacht, dass ich soweit kommen würde.
memory-sports.com Was ist deine Lieblingsdisziplin?
Dorothea Seitz: Als ich anfing, hab ich jeden Tag ausschließlich Binärzahlen geübt. Das ist ja eigentlich eine Disziplin, die für die meisten am wenigsten Sinn macht, aber ich fand es irgendwie toll.
memory-sports.com Hattest du bestimmte Erwartungen, als du jetzt bei der Norddeutschen Meisterschaft angetreten bist?
Dorothea Seitz: Ich habe immer viel zu hohe Erwartungen und schaffe diese dann nicht. Ich wollte bei den jugendlichen gewinnen und außerdem die 4.000 Punkte erreichen, die ich aber nicht geschafft habe. Und bei den Erwachsenen wollte ich oben mitmischen, um mich darauf einzustellen, wie es nächstes Jahr wird, wenn ich dann auch erwachsen bin.
memory-sports.com Genau, es ist ja jetzt das letzte Jahr für dich, wo du als Junior gewertet wirst. An welchen Turnieren wirst du dieses Jahr noch teilnehmen?
Dorothea Seitz: Ich möchte im Sommer nach Hamburg, zur Deutschen Meisterschaft und dann natürlich wieder zur WM nach Bahrain fliegen – erneut mein Glück versuchen.
memory-sports.com Du machst also wenn du nächstes Jahr 18 wirst weiter und hörst nicht am Zenit deines Erfolges auf?
Dorothea Seitz: Nein. Es ist zwar ziemlich bequem einfach aufzuhören und auf dem Titel sitzen zu bleiben. Aber der Wettkampf ist ja auch ein Kampf gegen sich selber. Ich möchte die Ziele, die ich mir gesetzt habe, schaffen und es mir selber beweisen. Es geht mir nicht darum, was die anderen darüber denken, sondern das zu erreichen, was ich anstrebe.
memory-sports.com Du hast bei der Norddeutschen Meisterschaft am zweiten Tag erneut teilgenommen und bist außer Konkurrenz gegen die Erwachsenen angetreten. Warum hast du dir diese Mühe gemacht?
Dorothea Seitz: Es gibt ja meistens nur drei Meisterschaften im Jahr. Und ich dachte mir, wenn ich schon nach Magdeburg fahre, kann ich auch das Doppelte machen. Außerdem wollte ich auch die Erwachsenen treffen, die am Sonntag angetreten sind und mich mit ihnen messen.
memory-sports.com Du hättest beim Erwachsenenturnier der Norddeutschen Meisterschaft den dritten Platz belegt und fast sogar den zweiten, wenn deine Ergebnisse gewertet worden wären. Gibt dir das Zuversicht, dass du auch bei den großen mitmischen kannst, sobald es nächstes Jahr losgeht?
Dorothea Seitz: Das hat mich ziemlich ermutigt, zumal ich am ersten Tag des Turniers noch mit Gedächtnissport aufhören wollte. Aber das geht mir bei jeder Meisterschaft so. Jetzt will ich aber weitermachen und bin hoch motiviert, weil ich einige Ergebnisse hatte, die ich vorher noch nie auf einer Meisterschaft geschafft habe. Ich bin eigentlich bei allem außer dem Kartensprint von meiner Leistung zufrieden.
memory-sports.com Du bist in einigen Disziplinen den meisten Erwachsenen Gedächtnissportlern auf der Welt überlegen, zum Beispiel mit 189 Wörtern in der Disziplin Random Words. Was sagst du dazu?
Dorothea Seitz: Ich glaube gerade Wörter liegen mir, weil das weniger mit dem Training zu tun hat, sondern viel mit dem natürlichen Gedächtnis. Bei Zahlen und Binärzahlen braucht man einfach viel mehr Training, um dort richtig gut zu sein. Ich mag lieber Disziplinen wie Text, wo man nicht viel Technik benutzen kann. Die sprachgebundenen Disziplinen gefallen mir generell viel besser.
memory-sports.com Würdest du gerne mal gegen deine Inspiration antreten – gegen Christiane Stenger?
Dorothea Seitz: Ja, aber ich glaube dass sie mittlerweile nicht mehr so fit ist. Sie tritt auch nicht mehr an und ich bezweifle, dass sich noch einmal die Gelegenheit bietet, dass wir uns messen können.
memory-sports.com Was wünscht du dir vom Gedächtnissport?
Dorothea Seitz: Mein Ziel ist es, mich auf der Weltrangliste zu verbessern, was zurzeit nicht geht, da die Ergebnisse der Junioren nicht dazu gewertet werden. Ansonsten mache ich weiter, weil ich die Leute toll finde und Spaß daran habe mein Gedächtnis zu trainieren und immer größere Herausforderungen zu haben.
memory-sports.com Hast du auch schon negative Erfahrungen mit dem Gedächtnissport erlebt?
Dorothea Seitz: Die meisten kennen den Sport nicht und finden es deshalb erst einmal komisch was ich mache. Ich würde mir wünschen, dass mehr Menschen Gedächtnissport kennen und darüber Bescheid wissen. Meine Klassenkameraden nennen mich immer „Gedächtnisweltmeisterin“ oder „Super-Brain“. Das meinen sie nicht unbedingt böse, aber es nervt halt, weil mich einige, die mich nicht näher kennen, darüber definieren.
memory-sports.com Glaubst du der Sport hätte das Potenzial zu einem Massensport zu werden?
Dorothea Seitz: Ich wünsche es mir. Ich sehe jedoch schon an meiner Schule, dass nur sehr wenige an unseren Gedächtniskursen teilnehmen, obwohl viele meiner Mitschüler hochbegabt sind und an Wissen interessiert sind. Es machen sich leider zu wenig die Mühe damit anzufangen. Ich fände es jedoch schön, wenn der Sport größer rauskommen würde.
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memory-sports.com Du folgst der Fährte von Christiane Stenger auch ein weiterer Hinsicht: Man munkelt, du schreibst zurzeit an einem Buch über Gedächtnistraining?
Dorothea Seitz: Ja, der Robert Verlag hat mich angeschrieben, ob ich ein Buch darüber verfassen möchte. Ich habe eingewilligt und den Vertrag unterschrieben. Jetzt mache ich mich ans Schreiben.
memory-sports.com Hast du jemanden der dir dabei hilft?
Dorothea Seitz: Nein, das mache ich ganz alleine. Ich werde zum einen auf die Geschichte der Mnemotechnik eingehen und zum anderen persönliche Erfahrung mit einfließen lassen.
Außerdem gehe ich auch auf Aspekte wie Schnelllesen, Kopfrechnen und weitere Möglichkeiten, um seine Hirnzellen zu trainieren, ein. Der Titel wird wahrscheinlich „Auf die Zellen, fertig, los“ lauten, weil das bei der Deutschen Meisterschaft das Startsignal ist. Ich möchte damit den Gedächtnissport bekannter machen und dass jene Leuten, die nie richtig verstanden haben, was ich da mache, kapieren wie es geht. Es wird voraussichtlich im April 2010 erscheinen.
memory-sports.com Wir sind gespannt. Vielen Dank für das Interview.
Dieses Interview in Englisch gibt es hier:
Interview Johannes Mallow von memory-sports.com
10. Juni 2009
Diese Interview wurde von www.memory-sports.com in Kooperation mit Michael Gloschewski Gedächtnistrainer geführt. Lesen Sie hier das Interview:
memory-sports.com: Wie lange betreibst du schon Gedächtnissport?
Johannes Mallow: Seit 2003. Ich habe damals die Grips Show mit Günther Jauch gesehen. Dr. Gunther Carsten war dort und hat Verona Feldbusch beigebracht, sich 20 Zahlen zu merken. Es hieß, dass diese Technik jeder lernen kann. Im Internet bin ich dann auf MemoryXL gestoßen und habe begonnen, die Techniken zu lernen.
memory-sports.com: Wie lange hast du trainiert, bevor du an deinem ersten Turnier teilgenommen hast?
Johannes Mallow: Ein knappes Jahr etwa. Auf MemoryXL gab es die Möglichkeit, mit einem Tool zu trainieren und an einem Online-Ranking teilzunehmen. Das fand ich cool, weil es mehr ist, als nur alleine zu Hause zu sitzen und für sich allein zu trainieren. Man kann sich dabei gleich mit anderen Leuten vergleichen. Und weil ich da schon recht gut war und relativ weit noch oben im Ranking gekommen bin, wollte ich das Ganze auch bei einem echten Turnier ausprobieren. Außerdem konnte ich so die Leute kennen lernen, die hinter den Pseudonymen im Internet stecken. [singlepic=350,248,300,,right]
memory-sports.com: Du leidest unter einer Krankheit, die dich körperlich beeinträchtigt?
Johannes Mallow: Die Krankheit nennt sich Muskeldystrophie und es gibt davon mehrere Formen. In meinem Fall greift sie die Skelettmuskulatur an, welche über eine gewisse Zeit immer stärker abnimmt.
memory-sports.com: Hat dich das zusätzlich motiviert, Gedächtnissport zu betreiben, da du dich zwar nicht körperlich, so aber auf geistiger Ebene mit anderen Menschen messen kannst?
Johannes Mallow: Ursprünglich nicht, aber jetzt im Nachhinein sehe ich es schon als Ausgleich, um sich mit anderen messen zu können. Früher habe ich im Verein Tischtennis gespielt und das ging irgendwann nicht mehr. Von daher kann es schon sein, dass es unterbewusst eine Rolle spielt.
memory-sports.com: Hilft dir der Gedächtnissport, besser mit deiner Krankheit umzugehen?
Johannes Mallow: Vielleicht nicht nur der Sport als solches. Aber die ganze Community die dahinter steckt und das positive Feedback was ich durch Auftritte und meine Gedächtniskurse bekomme, steigern mein Selbstbewusstsein.
memory-sports.com: Erzähl uns mehr von deinen Kursen.
Johannes Mallow: Ich arbeite unter anderem für den Verein für Hochbegabtenförderung e.V. Dort mache ich zweimal im Monat mit den Kinder Gedächtnistraining. Dabei konzentriere ich mich auf Gedächtnissport, also Zahlen und Karten merken. Momentan trainieren wir für die Norddeutsche Gedächtnismeisterschaft. Außerdem halte ich Vorträge in Schulen, gebe Kurse an der Volkshochschule und bin für private Seminare buchbar. Es ist sozusagen mein zweites Standbein.
memory-sports.com: Was machst du beruflich?
Johannes Mallow: Ich bin letztes Jahr mit meinem Studium als Kommunikationstechniker fertig geworden. Zurzeit arbeite ich als Doktorand an der Uni Magdeburg. Eigentlich bin ich für den technischen Bereich der Magnet-Resonanz-Tomografie zuständig. Aber im Moment arbeite ich an einer Gehirnforschungs-Studie über Gedächtnissport mit. Es ist also eine Kombination aus beidem.
memory-sports.com: Wie viel trainierst du so pro Woche?
Johannes Mallow: Das kommt drauf an, ob eine Meisterschaft ansteht. Dann trainiere ich natürlich mehr. Aber ich versuche auch dazwischen jeden Tag eine halbe Stunde dafür zu investieren.
memory-sports.com: Erzähle uns ein wenig über die Systeme, die du zum Memorieren verwendest.
Johannes Mallow: Ich verwende für die Zahlen ein 3er-System, also ein Bild für jeweils drei Ziffern, was insgesamt 1.000 Bilder ergibt. Dafür habe ich allerdings auch eine Weile gebraucht. Bei den Karten habe ich mir ein System überlegt, wo ich drei Karten zu zwei Bildern kodiere. Dadurch kann ich mehr Karten mit weniger Bildern memorieren.
memory-sports.com: Wie lange hast du gebraucht, um dein 3er-Zahlensystem zu lernen
Johannes Mallow: Das Lernen hat gar nicht so lange gedauert, das Aufbauen dagegen schon. Man muss ja versuchen, möglichst unterschiedliche Bilder zu finden. Wenn man einmal Rum und einmal Vodka hat, weiß man hinterher nicht mehr, wovon man eigentlich betrunken war. Das erste Lernen hat dann etwa zwei Wochen gedauert. Über die Jahre wird das Abrufen immer schneller und immer besser.
memory-sports.com: Denkst du, du wärst soweit gekommen, wenn du bei einem 2er-System geblieben wärst?
Johannes Mallow: Nein, definitiv nicht. Vor allem bei den historischen Daten ist es sehr vorteilhaft. Man kann sich mit nur einem Bild ein Datum merken. Die halbe Informationsmenge ist da schon ein riesen Vorteil. Und wenn das einmal läuft, nimmt sich das vom Abrufen der Bilder nichts mehr mit dem 2er-System. Und von daher lohnt es sich auf jeden Fall. Andererseits sieht man bei Sportlern wie Boris Konrad oder Clemens Mayer, dass auch ein 2er-System sehr effektiv sein kann.
memory-sports.com: Du bist Weltrekordhalter in den beiden Disziplinen historischen Daten (110 ½ Daten) und Speed Numbers (405 Ziffern). Sind das deine beiden Lieblingsdisziplinen?
Johannes Mallow: Ja schon, vor allem die historischen Daten. Ich merke bei beiden Diszplinen, dass immer noch ein wenig mehr geht. Deshalb setze ich mir keine Grenzen und verbessere mich automatisch weiter und weiter. Das ist echt faszinierend. Daten und Zahlen sind ganz klar meine beiden Steckenpferde und es macht Spaß mich immer weiter zu steigern.
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memory-sports.com: Bist du im Training noch besser, als mit deinen beiden Rekorden?
Johannes Mallow: Die sind schon nah an meinen Trainingsergebnissen dran. Vor allem die 405 Zahlen waren bei der Weltmeisterschaft 2008 auch mein persönlicher Rekord. Wenn ich zurück schaue, war ich vor einem Jahr noch bei sicheren 320 Zahlen und heute bereits deutlich über 400 mit ein wenig Glück. Und ich glaube da geht noch einiges.
memory-sports.com: Du bist nun dreifacher norddeutscher Meister in Folge, deutscher Meister und bei der WM auf Platz drei gekommen. Nächster Halt: Weltmeister?
Johannes Mallow: Ja sicher, ich versuche es zumindest. Letztes Jahr hätte ich ja schon fast zweiter werden können, wenn ich es nicht ein wenig vermasselt hätte. Aber es gibt ja genug gute Gegner in der Welt, wie Ben Pridmore, Dr. Gunther Carsten, Simon Reinhard, Cornelia Beddies – ich könnte da einige aufzählen, die da auch Ansprüche drauf anmelden. Es ist ein harter Konkurrenzkampf, aber versuchen werde ich es auf jeden Fall.
memory-sports.com: Was hat sich seit deinen Anfängen im Gedächtnissport verändert?
Johannes Mallow: Es gibt einen größeren Community-Effekt, durch die verschiedenen Plattformen, die entstanden sind. Das Brainboard ist sehr gut um sich auszutauschen. Dann natürlich auch die Memory Sports Statistics und die Online Memory Challenge. Man trifft sich einmal in der Woche im Internet und tritt gegen einander an. Es wächst mehr zusammen. Früher sah man sich nur auf den Meisterschaften. Heute greift alles mehr ineinander.
memory-sports.com: Was wünscht du dir für die Zukunft des Gedächtnissportes?
Johannes Mallow: Noch mehr Möglichkeiten sich zu messen – also mehr Meisterschaften. Und diese noch größer aufzuziehen. Es wäre auch schön, wenn sich mehr Leute mit diesem Sport beschäftigen würden und regelmäßig an Meisterschaften teil nehmen, so dass es Vorausscheide gibt und so weiter. Also das die Community noch mehr wächst.
memory-sports.com: Hast du eine Idee, wie man den Sport populärer gestalten könnte? Zurzeit sind Meisterschaften nach nationalem oder internationalem Standard nicht gerade zuschauerfreundlich. Ein Gegenbeispiel ist die amerikanische Meisterschaft, die in der Competition-Runde ganz auf Zuschauer ausgelegt ist.
Johannes Mallow: Ich habe mit Simon Reinhard mal darüber philosophiert, dass man Heads-Up-Situationen schaffen könnte. Das wären Duelle, wo sich die Kontrahenten gegenseitig überbieten und somit die Zuschauer faszinieren. Das US-Vorbild ist natürlich eine Variante, die man dabei einschlagen könnte. Die alten Disziplinen sollten dabei aber nicht zu kurz kommen. Eine gesunde Mischung wäre gut. Es sollte jedoch auf jeden Fall etwas in die Richtung unternommen werden.
memory-sports.com: Was hältst du davon, dass die WM nun das dritte Jahr in Folge in Bahrain stattfindet?
Johannes Mallow: Das finde ich persönlich nicht so gut. Ich war jetzt zweimal in Bahrain und es ist sicher eine Erfahrung wert. Aber der Veranstaltungsort sollte regelmäßig wechseln. Andererseits hat der Weltverband einen guten Sponsor dort. Und natürlich hat das auch viele Vorteile: Die Finanzierung und ein hohes Preisgeld.
memory-sports.com: Wie hat sich das Gedächtnistraining auf dein alltägliches Gedächtnis ausgewirkt?
Johannes Mallow: Es hat sich eigentlich nicht wirklich verbessert. Wenn ich mir etwas merken möchte und das bewusst mit Techniken lerne, dann kann ich mir wesentlich mehr merken als vorher. Aber ich bin teilweise noch genau so schusselig wie vorher und vergesse den Schlüssel oder Termine. Wenn ich es nicht bewusst mache, habe ich keinen Vorteil davon.
Vielen Dank für das Interview. Dieses Interview in Englisch gibt es hier:
Deutsche Gedächtnismeisterschaft 2009 in Hamburg
10. Juni 2009
Am 31.7./01.08.2009 finden in Hamburg die 12. Deutsche Gedächtnismeisterschaft statt.
Diesmal geht es in den Norden der Republick ins schöne Hamburg. Es werden bestimmt wieder sehr spannende Wettkämpfe. Das zeichnete sich schon bei den Regionalen Meisterschaften in Nord- und Süd-Deutschland ab. Die großen Favoriten haben ihr kommen schon angegündigt.
Nähere informationen gibt es auf fogenden Seiten:
MemoryXL
Memo-Masters
Interview Konstantin Skudler von memory-sports.com
8. Juni 2009
Diese Interview wurde von www.memory-sports.com in Kooperation mit Michael Gloschewski Gedächtnistrainer geführt. Lesen Sie hier das Interview:
memory-sports.com: Wann hast Du angefangen Dein Gedächtnis zu trainieren?
Konstantin Skudler: Ich habe bei der NordeutschenGedächtnismeisterschaft 2004 zugesehen. Danach besuchte ich den Gedächtniskurs bei der Hochbegabtenföderung.
memory-sports.com: Wie wurdest Du auf da Thema aufmerksam?
Konstantin Skudler: Wir erhielten Post vom Verein, in dem angekündigt wurde das ein bald ein neuer Gedächtniskurs startet. So gingen wir zur Meisterschaft um uns das mal anzusehen. Ich erfuhr das Gedächtnistechniken mit Zahlen etwas zu tun haben und da ich Zahlen schon immer sehr mochte, wollte ich die Techniken erlernen.
memory-sports.com: Was sind die ersten Schritte, an die Du dich erinnerst?
Konstantin Skudler: Ich kann mich gut an meine erste Bestleistung im Memorieren von Zahlen erinnern. Es waren 24 Ziffern.
memory-sports.com: Welche Technik hast Du zu beginn gelernt?
Konstantin Skudler: Wir lernten das Mastersystem mit 100 Bildern und eine Route mit 26 Routenpunkten, für ein halbes Kartenspiel. Heute habe ich 227 Routenpunkte.
memory-sports.com: Welches war deine 1. Meisterschaft?
Konstantin Skudler: Das war die norddeutsche Gedächtnismeisterschaft 2005. Ich belegte den sechsten Platz und es hat viel Spaß gemacht.
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memory-sports.com: Bist Du von Anfang an sehr ehrgeizig gewesen?
Konstantin Skudler: Wirklich angefangen mit dem Training zu Hause habe ich nach der Meisterschaft 2006, als ich 7. wurde. Dann habe ich für die Meisterschaft 2007 trainiert.
memory-sports.com: Die Gedächtnisweltmeisterschaft ist auf einen ganz andern Niveau als die Norddeutsche? Was hat Dir da am besten gefallen?
Konstantin Skudler: Das es über mehrere Tage ging. So hatte ich die Möglichkeit etwas von Bahrain zu sehen. Wusstest Du das es nur eine halbe Stunde dauert, um auf der Hauptinsel mit dem Auto von Norden zum Süden zu kommen. Es gibt 23 Inseln und 3 sind untereinader verbunden. Auf der zweit Größten ist der Flughafen. Im Süden der Hauptinsel ist die Formel 1 Strecke.
memory-sports.com: Nein das wusste ich nicht! – Was war das Beste an Gedächtnismeisterschaften?
Konstantin Skudler: Man steht mit anderen Sportlern in Konkurrenz und findet neue Freunde. Ich traf zum Beispiel Timo Sprekeler. Er wurde Norddeutscher Meister 2008, bei der Meisterschaft trat ich nicht an. Vor Kurzem traf ich ihn wieder bei der Norddeutschen Gedächtnismeiterschaft 2009. Wir traten leider nicht gegeneinander an, da er inzwischen eine Altersklasse höher startet bei den Junioren.
memory-sports.com: Was ist Deine Lieblingsdisziplin?
Konstantin Skudler: Zahlen, weil ich da gut bin. Bei Namen & Gesichtern muß man so kreativ sein. Anderseits so schlecht war ich da auch nicht..!
memory-sports.com: Trainierst Du viel?
Konstantin Skudler: Nur vor den Meisterschaften. Vor der Weltmeisterschaft trainierte ich 2 Monate und vor der Norddeutschen waren es ca. 3 Wochen.
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memory-sports.com: Bemerkst du Verbesserungen?
Konstantin Skudler: Ja das tue ich. Ich habe mir letzte Jahr noch 96 Binärzahlen gemerkt und diese Jahr sind es 192.
memory-sports.com: Was ist denn Dein bestes Trainingsergebnis?
Konstantin Skudler: Nur 180. Das war meine Bestleistung. Ich war froh das die letzte Reihe ein sehr einfaches Muster hatte und ich es mir einfach so merken konnte.
memory-sports.com: Was meinst Du könnte den Sport populärer machen?
Konstantin Skudler: Es könnte helfen die Zahlen per Beamer an die Wand zu projektieren. Dann könnten die Zuschauer auch probieren sich Ziffern zu merken. Eine andere Möglichkeit wäre das aufgeschriebene der Sportler zu sehen.
memory-sports.com: Kannst Du uns ein Beispiel geben für eine gute Geschihte? Wie wäre es mit einer Geschichte mit den Gegenständen Schuh und Stuhl?
Konstantin Skudler: Ich würde den Schuh auf den Stuhl auf und ab hüpfen lassen und ihn von einer Armlehne zu anderen springen lassen. Die Geschichte muss so verrückt sein wie möglich.
memory-sports.com: Bist Du schnell im Bilderaufrufen?
Konstantin Skudler: Ja ich kann die 100 Mastersystembilder in 95 Sekunden durchgehen. Das ist etwas unter einer Sekunde pro Bild.
memory-sports.com: Hast Du ein bestimmtes Ziel?
Konstantin Skudler: Ich möchte unter die Top 100 der Weltrangliste kommen. Dafür muss ich ca. 2800 Punkte in einer Meisterschaft haben. Bei der letzten deutschen Meisterschaft hatte ich 1800 Punkte. Die zählt aber nicht für die Weltrangliste. Es ist ungerecht das die Kinder und Junioren keine eigene Weltrangliste haben sonst würde ich definitiv zu den Besten gehören.
memory-sports.com: Hast Du ein Vorbild?
Konstantin Skudler: Boris Konrad, weil er den Weltrekord in Wörter merken hält und ich bin auch gut im Wörter merken.
memory-sports.com: Wann tritst Du wieder an?
Konstantin Skudler: Diese Jahr bei der Deutschengedächtnismeisterschaft und dann im November bei der Gedächtnisweltmeisterschaft.
Vielen Dank für das Interview. Dieses Interview in Englisch gibt es hier:
Deutschlands größter Gedächtnistest
26. Dezember 2008
Am 30.12.2009 zeigt die ARD die Sendung “Deutschlands größter Gedächtnistest”.
Matthias Steiner, Ulrich Wickert, Grit Boettcher, Barbara Schöneberger und Johannes B. Kerner waren die Kandidaten.
In der Vorbereitung auf die Sendung habe ich für meinen Schüler Konstantin Skudler (amtierender Kindergedächtnisweltmeister) eine Demonstration seines Könnens konzipiert. Konstantin merkte sich eine 20-stellige Zahl in einer Minute; sehr zum Erstaunen der Prominenten und dem Fernsehkoch Horst Lichter. Dieser schaffte im ersten Versuch acht Zahlen in einer Minute. Ursprünglich war geplant, Horst Lichters Leistung im Laufe der Sendung auch auf 20 Zahlen zu bringen. Leider wurde dieser Beitrag aus Zeitgründen wieder aus der Show herausgenommen. Horst Lichter war sehr enttäuscht, nun nicht in Genuß dieser Techniken zu kommen.
Konstantin Skudler bei TV total
9. Dezember 2008
Am 9. Dezember war Konstantin zu Gast bei Stefan Raab in seiner Sendung TV total. Hier merkte sich der 9-jährige Gedächtniskünstler eine 150-stellige Binärzahl (0010101…). Damit erstaunte er den Moderator sowie das Publikum. Für den Gedächtnisweltmeister selbst war es ein Kinderspiel. Wenn Sie Ihre Gedächtnisleistung auch steigern möchten nehmen Sie Kontakt zu mir auf.
Gedächtnisweltmeister bei RBB ZIBB
24. November 2008
Am 24. November zeigte das RBB Boulevardmagazin ZIBB einen Beitrag über den Berliner Konstantin Skudler und seinen Gedächtnistrainer Michael Gloschewski. Konstatnin wurde Gedächtnisweltmeister in der Kategorie “Kinder 2008″ bei der Gedächtnisweltmeisterschaft 2008 in Bahrain.
Hier der Beitrag:
Spreeradio Interview
10. November 2008
Das Medieninteresse nach dem Sieg vom 9-jähringen Konstantin aus Berlin war sehr groß. Ein Berliner Radiosender interviewte Ihn per Telefon aus Bahrain. Mich haben sie in Berlin angerufen. Hören Sie hier das Interview:
Interview Konstantin
Interview Michael Gloschewski
Gedächtnisweltmeister bei Stern TV
9. November 2008
Am 05.10.2008 waren Konstantin Skudler & ich, sein Gedächtnistrainer, zu Gast bei Günther Jauch.
Es wurde ein Bericht von der Gedächtnisweltmeisterschaft gezeigt. Ein TV Team begleitete Konstantin zu der Weltmeisterschaft im Königreich Bahrain. Im Studio brachten wir Herrn Jauch dann, aus aktuellem Anlaß der US-Präsidentwahl, die letzten 10 US-Präsidenten bei. Als kleine Demonstration merkten wir uns die Vor- und Nachnamen von 30 Studiogästen, die Konstantin dann wiedergab. Dazu hatten wir 30 Minuten Zeit.
Aber schauen Sie selbst:
Konstantin Skudler
5. November 2008
Konstantin Skudler ist 9 Jahre alt und hochbegabt. Ich trainiere mit ihm bei der Hochbegabtenförderung e.V. Bei der diesjährigen Gedächtnis-WM in Bahrain war er so erfolgreich, dass er den Weltmeistertitel in der Kinderkategorie holte. Der kleine Berliner mit dem IQ von 140 kann unter anderem etwa 500 Ziffern in einer halben Stunde in der richtigen Reihenfolge auswendig lernen.
stern TV hat Konstantin bei seiner ersten WM in Bahrain begleitet. Live im Studio zeigt er, mit welchen Tricks und Kniffen sich jeder verbessern kann.
Johannes Mallow
4. November 2008
Johannes Mallow (geb. 1981) ist ein deutscher Gedächtnissportler. Er studiert in Magdeburg Kommunikationstechnik. Daneben arbeitet er als Trainer für hochbegabte Kinder und ist für die Volkshochschule Magdeburg als Gedächtnistrainer tätig.
* 2006 Norddeutscher Gedächtnismeister
* 2007 Norddeutscher Gedächtnismeister
* 2007 Gedächtnisweltmeister in der Disziplin Historische Daten
* 2008 Norddeutscher Gedächtnismeister
* 2008 Deutscher Gedächtnismeister
Gunther Karsten
4. November 2008
Gunther Karsten (geb. 1961) ist ein deutscher Gedächtnissportler.
Seine Frau Michaela Buchvaldová-Karsten ist ebenfalls erfolgreiche Gedächtnissportlerin. Der promovierte Chemiker und Biotechnologe betreibt hauptberuflich ein Patentübersetzungsbüro. Er leitet aber auch Seminare für Mental-, Lern- und Gedächtnistraining. 1998 bis 2004 wurde er siebenmal in Folge Deutscher Meister im Gedächtnissport und unterlag 2005 dem erst 19-jährigen Clemens Mayer aus Brannenburg bei Rosenheim, der im selben Jahr auch Gedächtnisweltmeister wurde. 2007 wurde Dr. Karsten erneut deutscher Meister und erzielte das bis dahin beste Ergebnis, dass jemals in einem Gedächtnis-Zehnkampf erreicht wurde. Dadurch errang er auch den ersten Platz der Weltrangliste. Kurz danach wurde er auf der Weltmeisterschaft vom 31. August bis 2. September in Bahrain erstmals Gedächtnisweltmeister.
Er unterstützt auch die Nachwuchsförderung, seine bekannteste Schülerin ist die mehrfache Juniorenweltmeisterin und jüngste Abiturientin Deutschlands 2003 Christiane Stenger. Karsten konnte in zahlreichen Einzeldisziplinen einen Weltrekord aufstellen. So hält er z.B. in der 1 h Zahlendisziplin, bei der man sich in 60 Minuten eine willkürliche Abfolge von Dezimalziffern einprägen muss, den Weltrekord mit 1949 Ziffern. 2001, 2005 und 2006 wurde er Vize-Weltmeister, 2005 und 2006 zudem Mannschaftsweltmeister mit dem deutschen Team. Gunther Karsten hatte schon eine Reihe von Fernsehauftritten, so z.B. in der Grips-Show mit Günther Jauch, in der er anhand von Verona Feldbusch demonstrierte, wie man seine Gedächtnisleistungen mit Hilfe von Mnemotechniken enorm verbessern kann. Karsten veröffentlichte 2003 (in Zusammenarbeit mit dem FOCUS-Redakteur Martin Kunz) das in mehrere Sprachen übersetzte Buch “Erfolgsgedächtnis”.
Er ist seit 1985 Mitglied im Hochbegabtenverein Mensa. Zusammen mit anderen Gedächtnissportlern gründete er 2002 den Verein MemoryXL, dessen Präsident er von 2002 bis 2006 war.
Ben Pridmore
3. November 2008
Ben Pridmore (*geb. 1976 in Boston, England)
Ist zur Zeit der amtierende Gedächtnisweltmeister.
Seine Erfolge im Gedächtnissport:
Weltmeister in den Jahren 2004 & 2008, 2. 2007, 3, 2003 und 4. 2005 & 2006
Zur Zeit hält Ben 7 Weltrekore
Konstantin, neun Jahre alt und Gedächtnisweltmeister
2. November 2008
Diesen Knirps sollten Sie sich gut merken …
Konstantin Skudler (9) aus Berlin hat einen IQ von 140 und seine Cleverness nun sogar schriftlich: Im Königreich Bahrain gewann er die „Gedächtnis-Weltmeisterschaft“!
Der Sechstklässler paukte in einer halben Stunde 513 Einsen und Nullen in der richtigen Reihenfolge auswendig! Ein Genie mit neun Jahren!
Wie macht er das? Schon als Konstantin vier Jahre alt war, las er fehlerfrei aus einem Schulbuch vor, das auf dem Kopf lag. Dann merkte der Junge, dass er sich fast alles spielend merken kann. Konstantin: „Lange Zahlenketten zerlege ich in kurze und forme sie dann im Kopf in Gegenstände um. Ganz einfach!“ Klar, dass dem Jungen das Lernen leichtfällt – auf dem Zeugnis fast nur Einser und Zweier. „Nur in Geschichte habe ich eine Drei“, sagt Konstantin. „Das Thema lag mir nicht so …“ Und was will der kleine Schlauberger mit seinem Supergedächtnis mal werden?
Konstantin grinst: „Formel-1-Pilot.“
Quelle: Bild-Zeitung
Norddeutsche Gedächtnismeisterschaft 2009 in Magdeburg
31. Oktober 2008
Die nächste Norddeutsche Gedächtnismeisterschaft wird am 21.& 22.März 2009 in Magdeburg stattfinden.
Wie in den Jahren zuvor gibt es ein Rahmenprogramm für interessierte Zuschauer, am Samstagabend.
Für die Teilnehmer wird es bei den Kindern & Junioren am Samstag und bei den Erwachsenen am Sonntag spannend.
Es ist noch lange hin, also es können auch noch “Anfänger” üben und teilnhemen!
Startberechtigt sind jeder, der in einem der folgenden Bundesländer wohnt: Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg- Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt.
Bei Fragen schreiben Sie mir einfach eine Mail oder melden sich hier an.
Andi Bell
30. Oktober 2008
Andi Bell list Engländer
3 facher Gedächtnisweltmeister
1998 – Weltmeister
2002 – Weltmeister
2003 – Weltmeister
Rekorde
Memorieren eines gut-gemischten Kartenstapels mit 52 Blatt in 31,16 Sekunden
Memorieren von 1197 Karten (23 Decks und eine Karte) in einer Stunde
Memorieren von 50 fiktiven historischen Daten in fünf Minuten
Memorieren von 396 Ziffern in fünf Minuten
Dominic O’Brien
30. Oktober 2008
Dominic O’Brien (geb. 1957) ist achtfacher Gedächtnisweltmeister und Autor mehrerer Bücher zum Thema Mnemotechnik und Gedächtnissport. Am 4. November 1989 trat er bei Wetten, dass..? live aus Basel auf, wo er sich die Reihenfolge von sechs gemischten Kartenstapeln merkte und damit Wettkönig wurde.
Gedächtnisrekorde
Am 30. April 1988 stellte er schließlich seinen ersten Weltrekord auf mit dem Memorieren sechs untereinander vermischter Kartenstapel zu je 52 Blatt. 1990 waren es dann schon 35 Kartenspiele (1820 Karten), 1993 bereits 40 und 2002 schlug er alle Rekorde mit 54 Kartenspielen, d.h. er konnte bei diesem Wettbewerb die Reihenfolge von 2808 Spielkarten fast fehlerlos wiedergeben.
Als im Jahre 1991 die Gedächtnisweltmeisterschaften von Tony Buzan ins Leben gerufen wurden, war er auch einer der wenigen Teilnehmer und gewann prompt die Meisterschaften. Außer im Jahre 1994, in dem Jonathan Hancock gewann, und 1998, als er aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, gewann er bis 2001 immer die Weltmeisterschaften, also insgesamt achtmal. O’Brien hat sich inzwischen aus dem Gedächtnissport zurückgezogen.
Aufgrund seiner großen Erfolge im Gedächtnissport und seiner Verdienste um seine Verbreitung wurde ihm 2005 der Titel GMM, Grand Master of Memory, verliehen.
Erfolge bei den World Memory Championship – Gedächtnisweltmeisterschaften:
1991 – Weltmeister
1993 – Weltmeister
1994 – Vize-Weltmeister
1995 – Weltmeister
1996 – Weltmeister
1997 – Weltmeister
1999 – Weltmeister
2000 – Weltmeister
2001 – Weltmeister
2002 – Vize-Weltmeister
2003 – 6. Platz
Gedächtnissport
29. Oktober 2008
Warum gibt es überhaupt Gedächtnissport?
Reicht es nicht, einfach das Gedächtnis zu trainieren? Ebenso ließe sich fragen: Warum gibt es überhaupt Sport-Meisterschaften zum Beispiel für Fußball, Schwimmen, Reiten? Wie in anderen Sportarten werden auch im Gedächtnis-Wettbewerbe in verschiedenen Disziplinen ausgetragen. Dabei sind die Deutschen eine führende Nation im Gedächtnissport.
Hier ein Überblick.
- Namensgedächtnis
In dieser Disziplin geht es darum, sich möglichst viele Namen und die dazugehörigen Gesichert zu merken. Eine sehr alltagstaugliche Übung. Mehr
- Zahlengedächtnis
Die meisten Menschen parken ihr Zahlengedächtnis in Handys, Palmpads oder sonstigen elektronischen Speichern. Die Gedächtnissportler parken die Zahlen einfach im Kopf. Mehr
- Stichpunkte merken
Eine Rede zu halten, ohne sie abzulesen, ist schwer genug. Eine Rede zu halten nur anhand von Stichworten auf einem Spickzettel erfordert immer noch den ständigen Blick aufs Papier. Im Gedächtnissport werdenb die Stichpunkte für die freie Rede in einem „mentalen Spickzettel“ gespeichert. Mehr
- Spielkarten merken
Ob Skat, Rommé, BlackJack oder Poker: Der Traum eines jeden Spielers ist es, sich die gespielten Karten zu merken. Mit Mnemotechniken geht das kinderleicht. Mehr
- Telefonnummern merken
Telefonnummern werden meist schnell gesprochen – und schnell vergessen. Im Gedächtnissport gibt es die Disziplin „Auditive Zahlen“ – und hier darf die Telefonnummer sogar 100 Ziffern lang sein. Mehr
- Daten merken
Im Geschichtsunterricht sind es die berühmten Schlachten, im Freundeskreis sind es die Geburtstage und Jubiläen, im Büro sind es die Termine und, und, und. Und im Gedächtnissport ist es ein Spiel, sich solche daten zu merken. Mehr
- Binärzahlen
Binärzahlen sind eigentlich der Job eines Computers. Im Gedächtnissport sind sie das Material für effiziente Konzentrationsübungen. Mehr
- Abstract Images
Das ist die „wildeste“ Disziplin im Gedächtnissport. Abstract Images fördert und fordert die Kreativität und die Phantasie.Mehr
Gedächtnissport Meisterschaften
Die erste Gedächtnis-Weltmeisterschaft, die World Memory Championship, wurde 1991 ausgetragen. Organisiert werden diese Events bis heute von Tony Buzan. 1997 wurde die erste Deutsche Gedächtnis-Meisterschaft ausgetragen. Seit 2003 gibt es regionale Gedächtnis-Meisterschaften in Nord- und Süddeutschland. Alle Meisterschaften finden jährlich statt.
Die Weltmeisterschaften und Deutschen Meisterschaften werden in einem Zehnkampf ausgetragen, der über mehrere Tage verteilt stattfindet.
Die regionale Meisterschaften, Nord- und Süddeutschland, werden in einem Siebenkampf ausgetragen, an einem Tag.
Die Dauer einzelner Disziplinen variiert etwas, je nach Meisterschaft. Als Beispiel gibt es bei der WM 60 Minuten Zahlen, bei der DM 30 Minuten und bei der Regionalen 5 Minuten. Also eine Abstufung um den Einstieg in diesen faszinierenden Sport zu erleichtern.
Dorothea ist Weltmeisterin im Merken
27. Oktober 2008
Erfolge für deutsche Gedächtnissportler aus den neuen Bundesländern bei Weltmeisterschaften in Bahrain: Die Deutsche Jugendmeisterin Dorothea Seitz (15) aus Torgelow wurde Weltmeisterin der Junioren (13 bis 18 Jahre). In zehn Disziplinen traten die Gegner an. Es ging um Zahlen, Wörter, ganze Texte, Spielkarten und Gesichter.
In den letzten Tagen vor der Weltmeisterschaft hatte sie fast nur noch geübt – so wie vor jedem Wettkampf. Im Frühjahr hat sie sich den Pokal bei der Norddeutschen Gedächtnismeisterschaft gesichert. 2007 war sie Vierte bei den “Memo-Meisterschaften” geworden.
Der deutsche Kindermeister Konstantin Skudler aus Berlin holte den Titel in der Kinderkategorie. Der Neunjährige aus der Hauptstadt lernte.
Der deutsche Kindermeister Konstantin Skudler aus Berlin holte den Titel in der Kinderkategorie. Der Neunjährige aus der Hauptstadt lernte beispielsweise innerhalb einer halben Stunde 513 Binärzahlen (Einsen und Nullen) in der richtigen Reihenfolge auswendig.
Bei den Erwachsenen musste sich der amtierende Weltmeister Gunter Karsten aus Erfurt im Zehnkampf diesmal dem Briten Ben Pridmore geschlagen geben.
Quelle: Schweriner Volkszeitung
Gedächtnisweltmeisterschaft 2008 in Bahrain
26. Oktober 2008
Zum vierten Mal in Folge ist Deutschland Teamweltmeister bei der Gedächtnis-Weltmeisterschaft. Die 17. Gedächtnis-WM in Bahrain ging für das deutsche Team erfolgreich zu Ende. Neuer Weltmeister ist zwar Ben Pridmore aus Derby/UK. Doch auf Platz zwei und drei folgen der Titelverteidiger Dr. Gunther Karsten aus Erfurt und der amtierende deutsche Meister Johannes Mallow aus Magdeburg. Die Plazierungen im Einzelnen:
1. Ben Pridmore/UK
2. Dr. Gunther Karsten/GER
3. Johannes Mallow/GER
4. Guo Chuanwei/CHN
5. Andi Bell/UK
6. Boris Konrad/GER
Damit ist Deutschland Weltmeister in der Nationenwertung (d.h. die ersten drei Athleten eines Landes).
Auch der deutsche Nachwuchs lieferte herausragende Ergebnisse. So ist die deutsche Jugendmeisterin Dorothea Seitz nun auch Juniorenweltmeisterin. Bei den Kindern hatte der erst 9-jährige Konstantin Skudler aus Berlin das beste Ergebnis.
An neuen Weltrekorden mangelte es dabei am persischen Golf nicht, es wurden fünf neue Weltbestleistungen – allesamt vom deutschen Team – erbracht:
- abstrakte Bilder: 276 Dr. Gunther Karsten (alt: 244 Dr. Gunther Karsten)
- Wörterlauf (15 min): 255 Boris Konrad (alt: 227 Boris Konrad)
- gesprochene Zahlen (1 sec): 202 Dr. Gunther Karsten (alt: 188 Clemens Mayer)
- Zahlensprint (5 min): 405 Johannes Mallow (alt: 396 Andi Bell)
- Historische Daten (5 min): 110,5 Johannes Mallow (alt: 99 Johannes Mallow)
Wir gratulieren allen Teilnehmern und besonders unserem Team für diese herausragenden Leistungen.
Mit Memory-Effekt zum Superhirn
26. Oktober 2008
Bereits ab dem 25. Lebensjahr baut das Gehirn ab – aber was tun gegen die zunehmende Vergesslichkeit? Hirnjogging mit Hilfe von Kreuzworträtseln oder Sudoku ist gut. Doch der profane Kaffeeklatsch oder auch das gute alte Memory-Spiel sind das beste Training für das Gehirn, sagen Experten.
Wie war noch gleich Ihr Name?“ Wo liegt meine Brille? Und wann war der Geburtstag vom Schwager? Ab dem 25. Lebensjahr schlägt die Vergesslichkeit zu. Das Gehirn baut langsam ab, Synapse für Synapse, Zelle für Zelle. Ein natürlicher Prozess, der Schuld ist an vielen Unsicherheiten, peinlichen Versprechern und verschusselten Schlüsseln. Der physiologische Sinn dahinter ist – außer dass die Hirnzellen irgendwann erschöpft sind –, dass ein Gehirn sich einfach nicht unendlich viel merken kann. Und leider kann niemand das Vergessen, sei es normal oder, wie bei Demenz, krankhaft beschleunigt, stoppen.
Bremsen allerdings schon. „Man muss die richtigen Methoden anwenden“, sagt Professor Henning Scheich, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Neurobiologie in Magdeburg. Und eine richtige Methode ist, wie Studien zeigen, nicht das exzessive Knobeln über Zahlen- oder Kreuzworträtseln. „Dass das nicht so viel bringt, erklärt sich ganz einfach durch die Funktions- und Speicherart des Gehirns“, sagt der Neurologe.
Wie das Gehirn Informationen speichert, lässt sich am Beispiel von Zahlenreihen erklären. Viele Menschen können sich solche abstrakten Zeichen nur schwer merken. „Wenn sie sich aber ein System aufbauen, bei dem sie beispielsweise bestimmte Orte in ihrer Stadt mit Ziffern belegen, den Dom mit der Eins, den Bahnhof mit der Zwei und den Volkspark mit der Drei, dann hilft das beim Merken der Zahlen“, erklärt Scheich. Wer sich die Zahlenreihe 312 merken will, muss sich einfach einen Spaziergang vom Park über den Dom zum Bahnhof vorstellen. „Mit solchen Methoden merken sich Teilnehmer von Gedächtnisolympiaden innerhalb von zwei bis drei Minuten Reihen von über 40 Ziffern“, sagt Scheich. Das funktioniert deshalb so gut, weil die Zahlen durch die Verknüpfung mit Orten nicht länger abstrakte Zeichen sind. Sie werden vielmehr mit Bildern und Emotionen verbunden – und emotionalen Input mag das Gehirn. Dinge, die wir mit etwas Persönlichem verbinden, speichern wir besser. „Deshalb funktioniert das biografische Gedächtnis auch so gut“, sagt Scheich.
Das Gedächtnis baut sich aus Superkurzzeit-, Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis auf. Alle Eindrücke werden innerhalb von Millisekunden von den Sinnesorganen ins Gehirn geleitet. Ein kurzes Aufflackern der Neurone, ein paar Impulse im Nervenzellennetzwerk – und schon sind die meisten wieder verschwunden. Eindrücke hingegen, die mit Gefühlen, Gerüchen oder anderen Emotionen kombiniert aufgenommen werden, haben eine Chance, über das Kurzzeit- sogar ins Langzeitgedächtnis gespeichert zu werden. „Sinnvollerweise funktioniert das nicht nur bei Freude und Begeisterung, sondern besonders bei Gefühlen wie Angst oder Schmerz“, sagt Henning Scheich. „Ein gebranntes Kind meidet das Feuer, heißt es ja auch so schön.“
Eine Hypothese dazu, wie das Gedächtnis genau aufgebaut wird, besagt, dass nicht an einer bestimmten Stelle beispielsweise eine Vokabel gespeichert wird, sondern immer an mehreren Stellen gleichzeitig. „Sehr basale Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens immer wieder gemacht haben, sind offenbar so umfassend gespeichert, dass sie kaum mehr zu löschen sind“, sagt Scheich. Deshalb sei das regelmäßige Wiederholen von Lerninhalten, wenn auch lästig, doch notwendig. Die Umbauprozesse, die an den Synapsen der Nervenzellen ablaufen und das Langzeitgedächtnis bilden, dauern offenbar mehrere Tage. „Wiederholt man das Gelernte in dieser Zeit, kann man den Umbau intensivieren“, sagt Scheich. „Deshalb ist Üben und Wiederholen für den Aufbau des Gedächtnisses von großer Bedeutung.“
Mit Emotionen besser speichern
Dass emotionale Eindrücke besser gespeichert werden, liegt daran, dass die emotionalen Systeme des Gehirns die Umbauprozesse an den Synapsen gezielt verstärken. Auch wenn Neurobiologen und Psychologen noch längst nicht entschlüsselt haben, wie der Speicherprozess im Detail funktioniert, helfen diese Erkenntnisse doch, schlechte von guten Strategien gegen das Vergessen zu unterscheiden.
Generell gilt: Alles, was mit Emotionen verknüpft ist, wird besser gespeichert. Entsprechend bringen Trainingsprogramme, die immer gleich ablaufen, seien es Computerspiele oder Kreuzworträtsel, weniger für die Hirnfitness als ein Treffen mit Freunden oder eine Diskussionsrunde unter Kollegen. „Es ist wichtig, dass man nicht in standardisierte Abläufe hineingerät“, sagt Professor Wolfgang H. Jost von der Deutschen Parkinson Gesellschaft. Von Parkinsonpatienten weiß er, dass auch, wer schon vergesslich ist, trotzdem sein Gehirn noch trainieren kann. „Selbst bei schweren Demenzen können noch immer Synapsen im Gehirn gebildet werden“, sagt der Neurologe.
Mit diesen Verbindungsstellen bilden die Gehirnzellen immer neue, weitverzweigte Netze. Wer sein Gehirn aber mit immer ähnlichen Aufgaben konfrontiert, baut kein weitverzweigtes Netz auf, sondern nur wenige Straßen. „Das beste Training für das Gehirn ist Kommunikation“, sagt Jost. „Wer mit anderen Menschen viel redet, bekommt ständig eine Fülle von Eindrücken, die emotional aufgeladen sind und damit besser gespeichert werden können.“ Der Kaffeeklatsch, eine Diskussionsrunde oder auch das gute alte Memory-Spiel mit Freunden sind das beste Training für das Gehirn.
Zudem sind diese emotional gelernten Inhalte leichter wieder abrufbar. Bei Demenzkranken ist häufig zunächst das Kurzzeitgedächtnis gestört. An länger zurückliegende Erlebnisse können sie sich oft noch erinnern. Ist eine Demenz fortgeschritten, so können die Erinnerungen, auf die die Patienten immer seltener zugreifen können, durch emotionales Erleben geweckt werden: Der Duft von Rosen kann die Erinnerung an den längst vergessenen Hochzeitsstrauß plötzlich wieder wach werden lassen. Das Prinzip des emotional und sensorisch aufgeladenen Lernens und Erinnerns funktioniert. Um etwas richtig zu lernen, müssen wir es auch begreifen. „Wer dabei ein Aha-Erlebnis hat, stimuliert damit sein internes Belohnungssystem“, sagt der Gedächtnisexperte Henning Scheich.
Quelle: Berliner Morgenpost
Merkwürdiger Sport
23. Oktober 2008
Andere ziehen ihre Laufschuhe an, Dorothea Seitz setzt ihren Gehörschutz auf für eine bessere Konzentration. Sie betreibt Gehirnjogging. Das ist der merkwürdige Lieblingssport der 15-Jährigen aus Torgelow. Und den betreibt sie äußerst erfolgreich. Jetzt will sie bei der Gedächtnis-Weltmeisterschaft den Titel erringen und nach Hause tragen. Gestern hat sie den Flieger ins Königreich Bahrein im Persischen Golf bestiegen. Heute sitzt Doro mit jugendlichen und erwachsenen Gedächtnisakkrobaten aus der ganzen Welt zusammen. In zehn Disziplinen treten die Gegner an. Es geht um Zahlen, Wörter, ganze Texte, Spielkarten und Gesichter.
Doros Welt
Daraus besteht Doros Welt. In die taucht sie ein, wenn sie ihren Gehörschutz aufsetzt. Akustisch abgeschirmt wandelt sie hier Informationen in Bilder um. So wird eine “Karo 4″ schnell zur Karotte, gemeinsam mit der “Herz 3″, einem Hamburger, entsteht so eine Mahlzeit. In ihrer Fantasie ersinnt sich Doro eine Geschichte. Auf diese Weise prägt sie sich eine Kartenreihe ein. Immer mit dem Blick auf die Stoppuhr neben ihr auf dem Tisch. Ihr Anker zur Realität, der Doro anzeigt, wie lange sie trainieren darf.
Für ihr Gedächtnistraining benutzt sie auch reale Orte aus ihrer Umgebung und baut sie in ihre Gedankenwelt ein. Routentechnik nennt sie das. Dazu ordnet sie ihr vertrauten Orten Begriffe zu. Treffpunkte mit Freunden und Lieblingsplätze verknüpft sie zu einer Erinnerungsroute. Im Geist schreitet sie die in einer bestimmten Reihenfolge ab. 970 Plätze sind in ihrer Fantasie mit Gegenständen und Worten verbunden. Diese Gedächtnis-Inseln werden ihr im Staat Bahrein eventuell zum WM-Titel verhelfen.
Superhirn?
Angefangen hat alles vor knapp zwei Jahren. Zum 14. Geburtstag lag ein Buch über Gedächtnissport auf Doros Gabentisch. Das habe sie verschlungen, sagt sie. Gehirnakrobatik wurde schnell zu ihrem Hobby. Wenn andere ihre Muskeln stärken, trainiert Doro ihren Kopf. Viele können damit nichts anfangen, sagt sie, auch ihre Eltern stehen vor einem Rätsel. Doro kann sich selbst nicht erklären, was in ihrem Kopf abgeht. Warum ausgerechnet sie sich so viel merken kann. Viele hielten sie für eine Streberin, für ein Superhirn. Aber so sieht sie sich nicht. Eigentlich könne das jeder, sagt sie. Und jeder profitiere davon. Klar, trainieren muss man das.
In den letzten Tagen vor der Weltmeisterschaft hat sie fast nur noch geübt – so wie vor jedem Wettkampf. Im Frühjahr hat sie sich den Pokal bei der Norddeutschen Gedächtnismeisterschaft gesichert. 2007 war sie Vierte bei den “Memo-Meisterschaften” geworden.
Gedächtnis-Zentrum
Dabei ist Doro eigentlich eine fast normale 15-Jährige. Sie besucht die zehnte Klasse des Internatsgymnasiums Torgelow. Die Schule im Müritzkreis ist bekannt für ihre Gedächtnissportler. Schon vor zwei Jahr war Katharina Bunk, ebenfalls Schülerin in Torgelow, zum zweiten Mal die Norddeutsche Juniorenmeisterin geworden. Sie gehört zu den besten 20 der ewigen Weltrangliste und hatte sich 2005 den Weltmeistertitel in London gesichert.
Quelle: Nordeutsche Neue Nachrichten
Johannes Mallow reist als einer der Favoriten nach Bahrain
22. Oktober 2008
RATHENOW – Johannes Mallow wird am kommenden Wochenende schwer ins Grübeln kommen. Und das nicht, weil der Doktorand an der Universität Magdeburg (Fachrichtung Kommunikationstechnik) irgendwelche fachspezifischen Probleme an seiner Hochschule zu lösen hätte. Die grauen Zellen des 28-Jährigen geraten in Bewegung, weil er an der Weltmeisterschaft der Gedächtnissportler teilnimmt.
Heute fliegt Johannes Mallow von Frankfurt/Main los. Der Donnerstag im Wüstenstaat dient der Akklimatisierung. Am Freitag starten die Wettkämpfe. Bis Sonntagmittag wird Mallow in insgesamt zehn Disziplinen sein Bestes geben.
Bei dem geistigen Zehnkampf geht es um Merkfähigkeit. Ziffern, Spielkarten und fiktive Ereignisse müssen verinnerlicht werden. Manchmal haben die Wettkämpfer fünf Minuten Zeit, sich die Dinge zu merken, manchmal werden ihnen 30 Minuten gewährt. Danach muss das Verinnerlichte fehlerfrei wiedergegeben werden.
Johannes Mallow, der seit rund fünf Jahren intensiv Gedächtnissport betreibt, hat es in dieser Zeit zu einigem Ruhm gebracht. In Tuttlingen gewann er in diesem Sommer die Deutsche Meisterschaft, bei den Weltmeisterschaften in Bahrein wurde er im vergangenen Jahr Sechster. Außerdem gelang ihm dort in der Teildisziplin „Historische Daten“ ein fulminanter Weltrekord. Nach fünf Minuten Merkzeit hatte Mallow von 110 fiktiven Ereignissen 99 richtig wiedergegeben. Das war zuvor noch niemandem gelungen.
In Tuttlingen stellte er im „Zahlenmarathon“ eine neue persönliche Bestleistung auf, indem er nach 30 Minuten Merkzeit sage und schreibe 1046 Ziffern hintereinander weg rezitierte. Es sind vor allen Dingen die „Marathon“-Disziplinen mit 30 Minuten Merkzeit, in denen der Rathenower sich in den vergangenen zwei Jahren enorm verbessert hat. Im „Sprint“, bei dem es nur fünf Minuten Merkzeit gibt, war er schon vorher sehr gut.
Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass Mallow als einer der Favoriten nach Bahrain reist. In der aktuellen Weltrangliste der Gedächtnissportler wird er derzeit auf Rang 4 geführt. Er selber geht selbstbewusst in das Turnier. „Von Platz 1 bis Platz5 ist alles möglich“, sagt er. Es hänge stark von der Tagesform ab, was am Ende herauskomme. Und von der Konkurrenz. Vor allem die Chinesen seien sehr schwer einzuschätzen.
Landet Mallow ganz vorne, dann kann sich das auch finanziell lohnen. Im vergangenen Jahr heimste der Gewinner 10000 Dollar ein, Johannes Mallow bekam für seinen sechsten Platz 1000 Dollar. Angesichts der Tatsache, dass Mallow die Reisekosten aus eigener Tasche bestreiten muss, relativieren sich diese Summen allerdings.
Von Markus Kniebeler
Quelle: Märkische Allgeimeine
Ankündigung der Gedächtnis-Weltmeisterschaft 2008 in Bahrain
18. Oktober 2008
Die erste Gedächtnisweltmeisterschaft fand 1990 in London statt. Bis 2003 blieb die WMC auch in London und wanderte 2003 nach Kuala Lumpur, Malaysia. England war dann 2004 mit Manchester, 2005 mit Oxford und 2006 London wieder Ausrichter der Gedächtnisweltmeisterschaft. Das Interesse am Gedächtnissport stieg nicht nur in Europa, sondern weltweit. Die Ausrichtung in Bahrain ist ein Beleg dafür. Die Teilnehmer kommen nicht nur aus Europa, sondern werden internationaler. Mit China, Indien und Japan kommen nun mehrere Gedächtnissportler aus Asien. Es werden damit wirkliche “Weltmeisterschaften” und nicht mehr nur 3 Länderkämpfe. Die drei stärksten Nationen waren immer England, Deutschland und Österreich. Die Konkurrenz wird in den nächsten Jahren sicher sprunghaft steigen.
Erst im Jahre 2005 gelang es den deutschen Gedächtnissportlern, die Serie der englischen Siege zu beenden. Clemens Meyer wurde 2005 und 2006 Gedächtnisweltmeister. In beiden Jahren gelang es auch Deutschland, die Nationenwertung zu gewinnen. Ein Team besteht dabei aus den jeweils besten 3 Sportlern aus jedem teilnehmenden Land. 2005 und 2006 waren die drei besten deutschen Sportler: Clemens Mayer, Dr. Gunther Karsten und Boris Konrad. Die Weltmeisterschaften werden in 10 verschiedenen Disziplinen ausgetragen, ähnlich wie beim Zehnkampf in der Leichtathletik.
Es werden bestimmt sehr spannende Wettkämpfe, die vom 31. August – 2. September 2007 im Crowne Plaza Hotel in Manama, Bahrain stattfinden. Die Gedächtniskünstler werden sich messen und die Chancen, die Titel zu verteidigen, stehen gut. Gunther Karsten reist als Weltranglisten-Erster nach Bahrain. Er stellte einen neuen Punkterekord bei der Deutschen Gedächtnismeisterschaft in Tuttlingen auf. Die anderen deutschen Gedächtnissportler präsentierten sich bei der deutschen Gedächtnismeisterschaft auch in sehr guter Form. Es werden 6 Deutsche Gedächtniskünstler, alle vom Verein MemoryXL, nach Bahrain fliegen und um die Preisgelder von insgesamt 30.000 US-Dollar kämpfen.
Deutsche Gedächtnismeister 2008 in Tuttlingen
29. Juli 2008
Am 25./26.07.2008 fand in Tuttlingen die 11. Deutsche Gedächtnismeisterschaft statt. Bei den Erwachsenen siegte der Student Johannes Mallow (27) aus Magdeburg und ist nun neuer Deutscher Meister im Gedächtnissport. [singlepic=332,160,120,,left]
In einem spannenden Wettkampf setzte er vor Cornelia Beddies (19) aus Pfullingen und Boris Konrad (24) aus Hattingen durch.[singlepic=331,160,120,,right]
Es waren wieder sehr gute Leistungen zu bewundern und es gab einen neuen deutschen Rekord von Cornelia Beddies in der Disziplin Zahlen merken in 5 Minuten von 330 Zahlen. Boris Konrad merkte sich z.B. in 15 Minuten 168 Namen und Gesichter. Und der neue Deutsche Meister, Johannes Mallow, merkte sich in 30 Minuten 10 komplette Kartenspiel mit 52 Karten. Hier finden Sie alle Disziplinen bei Meisterschaften. Der Verfasser dieses Artikels, der Gedächtnistrainer Michael Gloschewski, wurde 10. bei der Gedächtnismeisterschaft 2008.
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Bei den Junioren setzte sich die Schülerin Dorothea Seitz (15) vom Internatsgymnasium Schloß Torgelow durch. Es war ein sehr knapper Zweikampf an der Spitze den Stephanie Bünter (16) aus Niebüll in der letzten Disziplin des 10-Kampes verlor und somit Zweite wurde. Als dritte kam Anna Barwinski (13) aus Neuenrade ins Ziel. Anna hatte die letzten Jahre in der Kinder Kategorie gewonnen und hat sich sehr gut bei den Junioren eingeführt.
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Bei den Kindern gewann Konstantin Skudler (9) aus Berlin. Das hat mich natürlich sehr gefreut da ich ihn trainiere. Wir haben gut trainiert und Konstantin gewann mit einem komfortablen Vorsprung. Er merkte sich zum Beispiel beim Zahlenmarathon 209 Ziffern in 15 Minuten. Einen weiter tolle Leistung von Konstantin Skudler bei Clipfish-tv.
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Trainingsmodul für gesprochen Zahlen
29. Juni 2008
Die Disziplin gesprochene Zahlen (spoken numbers) ist eine der schwersten beim Gedächtnissport. Es fehlten vernünftige Trainingsmethoden. Deshalb habe ich ein Trainingstool erstellt.
Stern TV: Gedächtniswette bei Günther Jauch
14. November 2007
Nach dem starken Auftritt am Samstag bei “Wetten, dass..?” waren die Wettkandidaten Lara Marie und Niklas mit Ihrem Gedächtnistrainer Steffen Bütow vom Internatsgymnasium Schloß Torgelow zu Gast bei Günther Jauch.
Die Wette, alle deutschen Städte mit mehr als 25.000 Einwohnern exakt auf einer leeren Deutschlandkarte einzuzeichen, bedurfte noch einiger Erklärung. Steffen Bütow, der Gedächtnistrainer der Kinder und Gründungsmitglied von MemoryXL, hat das System dahinter erläutert. Es besteht darin sich zu jedem der Städte zwei Koordinaten zu merken, nämlich die Entfernung zu den beiden Fixpunkten die Außerhalb der Deutschlandkarte liegen. Damit von ihnen aus die Zirkleschläge gezogen werden können in dessen Schnittpunkt dann die jeweilige Stadt liegt.
Das Schwierigste war, die Koordinaten der Städte zum Fixpunkt so aufzubereiten und die Maßangaben in Geschichten zu übersetzen. Die einzelnen Geschichten basieren auf Kreativität und Phantasie. Die Merkleistung kann mit diesen Geschichten und dem Wissen der Codierung ein für den Laien unglaubliches Ausmaß annehmen.
Das Internatsgymnasium Schloß Torgelow war 2005 bereits Ausrichter der Norddeutschen Gedächtnismeisterschaft und hat mit seinen Schülern schon eine lange Tradition im Gedächtnissport. Die mehrfachen Jugendgedächtnisweltmeister Christiane Stenger und Katharina Bunk sowie Sebastian Bunk gingen auf dieses Gymnasium.
Günther Jauch staunt jedes mal wieder aufs Neue, was mit dem Gedächtnis mit ein wenig Training möglich ist. Er war selbst schon einmal Wettpate bei einer Gedächtniswette und hatte Christiane Stenger auch schon als Gast in seiner Sendung.
Erleben Sie selbst, was mit Ihrem Gehirn möglich ist und besuchen sie eines meiner Gedächtnisseminare.
Hier sehen sie den Beitrag:
Teil 1
Teil 2
Gedächtniswette bei “Wetten dass …?” – Kinderwette Städtewette
11. November 2007
Wetten, dass…? In der 170. Sendung am 10.November 2007 in Leipzig wetteten die Kinder Niklas und Lara Marie aus Torgelow, dass sie auf einer leeren Deutschlandkarte jede Stadt einzeichnen können, die mehr als 25.000 Einwohner hat. Als Hilfsmittel benutzen sie lediglich ein Maßband. Die Abweichung zum Stadtzentrum durfte maximal 10 km betragen. Diese Wette hatte sich die Gedächtnisgruppe des Internatsgymnasium Schloß Torgelow unter der Leitung des Gedächtnistrainers Steffen Bütow ausgedacht – und sie zeigten eine beeindruckende Leistung. Sie merkten sich von 503 Städten in Deutschland je eine Geschichte, bestehend aus dem Namen der Stadt und zwei Masterwörtern, aus denen sie die Koordinaten ablesen konnten. Zwei Beispiele: „Den Tanz tanzt Schnappi in einer Sekunde“. Das ergab „Konstanz 029 072“. „Der Aal gibt dem Soldaten seinen Sabber“. Das ergab „Aalen 058 066“. Diese Entfernungen wurden dann jeweils von einem festen Punkt links unten bzw. rechts unten auf der Landkarte mit dem Maßband per Zirkelschlag abgetragen. Im Schnittpunkt beider Kreislinien lag dann die gesuchte Stadt. Diese Wette basiert auf kreativer Phantasie und auf den Merksystemen des Gedächtnissports. Aus den Maßangaben wurden auf Grundlage des Mastersystems Worte gebildet.
Sehen Sie selbst:
Aber schauen Sie selbst:
Teil 1
Teil 2
Der Wettpate Boris Becker hatte getippt: „Ja, sie schaffen es“.
Er hatten recht.





