Interview Memocamp von memory-sports.com

11. Juni 2009

Diese Interview wurde von www.memory-sports.com in Kooperation mit Michael Gloschewski Gedächtnistrainer geführt. Lesen Sie hier das Interview:
memory-sports.com: Wie kamst Du auf die Idee, eine Website für Merktechniken zu machen?
Memocamp: Ich wollte effizient trainieren, aber ich hatte nur viele kleine Programme und selbst gemachte Exel-Listen. Einige der Programme arbeiteten nur unter Windows  und ich konnte sie nicht auf meine speziellen Bedürfnisse konfigurieren.

memory-sports.com: Warum konntest Du nicht den MemoryXL Trainer verwenden?
Memocamp:  Der Trainer ist gut für Anfänger, aber für einen Profiathleten ist es nicht gut genug. Es gibt keine Meisterschaftsstandarts und keine Fehlerauswertung. Der Trainer ist ungefähr acht Jahre alt und wird langsam überholt.

memory-sports.com: Also ist die neue Webseite nur was für Profis?
Memocamp:  Es ist für beide. Auf der einen Seite die Anfänger, die beim Lernen Ihrer Systeme unterstützt werden und auch Beispielsysteme bekommen. Auf der andern Seite die Profis die an Meisterschaften teilnehemen. Mit Ihren speziellen Systemen und eine Fehlerauswertung die kieine Wünsche offen lässt.

memory-sports.com: Also man kann sein eigees System einpflegen?
Memocamp: Exat! Man kann seine eigen Systeme verwenden und zum lernen sogar anzeigen lassen. Also wer z.B. ein 1000er System hat kann sich das anzeigen lassen, sogar mit Bildern, wenn er welche hat.

memory-sports.com: Welche Systeme können erstellt werden?
Memocamp: Alle gängigen Systeme. Das normale Mastersystem mit 2 Ziffern oder 3 Ziffern. Ein PO System oder ein PVO System. Es ist auch möglich neue Systeme zu erstellen, ein 100.000 er System in PVO… ist sogar möglich ;-)

memory-sports.com: Was ist mit speziellen Kartensystemen. Können auch hoch komplizierten System wie z.B. von  Ben Pridmore, wo es ein Bild für zwei Karten gibt also insgesammt  2.704 Bilder, auch erstellt werden?
Memocamp: Ja, das ist möglich. Im Moment ist das Modul für Karten noch nicht integriert. Es können auch für  Binärzahlen eigene Bilder erstellt werden, z.B. ein Bild pro Zeile. Es wird eine Funktion geben, Routen und Systeme  zu importieren. Im Moment muss es noch per Hand eingepflegt werden oder Ihr schickt mir eine Dateien, so dass ich es manuell zu Euren System laden kann.

memory-sports.com: Was sind Deine Pläne mit der Webseite?
Memocamp: Gedächtnissport zu verbreiten, das Training zu optimieren und die Gemeinschaft zu vergrößern. Ich werde Leuten helfen, die von den Techniken etwas gehört haben und interessiert sind ihre eigenen-Systeme zu entwickeln. Es ist bereites ein Master-System für Anfänger und eine Route mit 52 Punkten hinterlegt. Sie haben auch die Möglichkeit sich mit anderen Sportlern zu messen. Es gibt auch Level mit denen man sich langsam steigern kann.

memory-sports.com: Wie ist der Status quo?
Memocamp: Im Moment sind die Zahlen Disziplinen, wie 5, 15, 30 und 60 Minuten online. Es gibt ein Level-System, das Sie vollenden müssen bevor es weitergeht. Anders als mit dem MemoryXL-Trainer müssen Sie nicht 100 % richtig haben, um ein Level zu schaffen. Auf diese Weise gibt es weniger Frustration, wenn Sie mal einen Fehler haben. Zur Zeit gibt die Zahlen, es wird aber bald jede einzelne Meisterschaft-Disziplin verfügbar sein, sogar Abstrakte Images und Namen!

memory-sports.com: Wie funktioniert es mit den verschiedenen Zeiten in den Zahldisziplinen?
Memocamp:Man kann die Vorlaufzeit einstellen und die memorier längen wählen. Es gibt sogar ein freies Training bei dem man die Anzahl und die Zeit frei defieneiern kann. An andere alternativen dachte ich auch. Ein Beispiel wäre jede Zahl von 00-99 einmal im Durchgang zu haben.

memory-sports.com: Wie lange wir es dauern bis alle Disziplinen intergiert sind?
Memocamp: Das kann ich noch nicht mit Gewissheit sagen. Eventuell wird es bis zur Weltmeisterschaft ferig sein. Ich hoffe aber späthestens bis Ende des Jahres sollten die Meisterschafts Disziplinen stehen.

memory-sports.com: Du spachst von neuen Disziplinen, die nicht Teil von Meisterschaften sind. Erzähl uns mehr über die Idee.
Memocamp: Eine Idee ist einen Zahlensprint von 50 oder/und 100 Zahlen einzuführen. Das ist dann ähnlich wie beim Sport, 50 Meter oder 100 Meter Lauf. Das gleiche dann auch für Binärzahlen. Ich galube das das sehr viel Spaß machen würde. An eine Art Metronom bei dem man einstellen kann wieviel Zahlen man memorieren möchte und der Fokus dann immer nach Takt weiterspringt. Das sind einige Ideen, da habe ich noch viele von.

memory-sports.com: Könen Nutzer auch Ideen einbringen?
Memocamp: Ja selbstverständlich! Ich wünsche mir ja einen regen Austausch. Es wird jede Idee geprüft und evtl. wird sie dann auch umgesetzt.

memory-sports.com: Memocamp ist nur auf Deutsch im moment. Sin denn andere Sprachen geplant?
Memocamp: Ja,  die erste neue Sprache wird  Englisch sein. Französisch, Italienisch, Spanisch und Chineseisch wird folgen. Aber zuerst möchte ich alle Standarddisziplinen und alle möglichen Fehler behoben haben  Aber es ist sehr einfach, andere Sprachen zu integrieren, die Webseite ist diesen Zweck schon vorbereitet.

memory-sports.com: Was ist die Gebühr für die Anwendung von Memocamp?
Memocamp: Das wird nicht noch entschieden. Aber es wird definitiv etwas kosten. Denn es ist sehr teuer so eine Webseite aufzubauen. Ein kleines Beispiel: Zehntausend Passbilder für Namen & Gesichetr kosten einen Euro pro Stück. Das ist das preiswerteste Angebot,  das ich bis jetzt  erhielt.  Ich denke, dass es zwischen fünf bis 10 Euro im Monat kosten wird. Eine Idee ist eine 30 Tage Testversion, danach müssen für die höheren Level bezahlt werden, die untern sind weiterhin frei.

memory-sports.com: Warum ist der Sport nicht so populär und wie können wir das in der Zukunft ändern?
Memocamp: Ich denke die Leute haben Angst die Techniken zu erlernen, da Sie glauben es ist mit sehr viel Aufwand verbunden. Da ich dies Gedächtnistechniken selbst unterrichte sehe ich das ständig in meien Seminaren. Man kann sein eigenes Majorsystem in ca. 3-4 Stunden leicht erlernen. Selbstverstänlich dauert es etwas bis man es sehr schnell abrufen kann, aber das ist für den Anfang garnicht notwendig. Die hemmschwelle zu einer Meisterchaft zu gehen ist recht hoch, weil niemand gerne letzter wird. Selbst wenn sie kommen werden sie von den Ergebnissen der Profis eingeschüchter und kommen nicht wieder. Obwohl Gedächtnistechniken in unser Gesellschaft immer wichtiger werden können Leute sie nicht wirklich gut trainieren. Ich kann Ihnen dabei helfen.

Vielen Dank für das Interview. Dieses Interview in Englisch gibt es hier:

Gedächtnistrainer ölt Cottbuser Schülerhirne

10. April 2008

Uni-Seminar soll Spickzettel überflüssig machen

Es ist Mittwochnachmittag, Michael Gloschewski, der Vizepräsident von «MemoryXL, der Europäischen Gesellschaft zur Förderung des Gedächtnisses» , steht an der Tafel des Seminarraums im Cottbuser Uni-Lehrgebäude, und er erklärt den Besuchern: «Wozu kann man diese Technik gebrauchen? Um Freunde zu beeindrucken, aber vor allem für das tägliche Lernen oder für das Halten einer Rede.»

[singlepic=327,320,240,,]Der Gedächtnistrainer aus Berlin bringt Schülern und Studenten in Cottbus bei, wie sie künftig ihre Prüfungen ohne Spickzettel bestehen. Das Gute am menschlichen Gehirn sei, dass es in Bildern denkt – und an dieser Erkenntnis hakt Michael Gloschewski ein. Er erklärt den Zuhörern, wie sie Zahlen mit Wörtern verknüpfen, wie sie aus einer langen Ziffernreihe eine kleine Geschichte fabulieren, mit deren Hilfe sie sich Daten und Fakten einfacher und schneller merken.

Das Prinzip, erläutert er, funktioniere über Eselsbrücken. Eine Methode, sich etwas einzuprägen: Stellt man zur Sommerzeit die Uhren vor oder zurück? «Ganz einfach» , sagt der Gedächtnistrainer, «Im Sommer stellen die Gastronomen die Stühle vor das Restaurant, im Winter stellen sie die Stühle zurück. Wer sich diese Eselsbrücke merkt, der weiß, wie das mit der Sommerzeit läuft.» Für dieses Training sei nun mal eine Menge Phantasie nötig.

Begeistert zeigt sich der 12-jährige Eike aus Cottbus. «Ich finde diese Methode cool, mir hat sie schon geholfen. Im Fach Geschichte nutze ich das Gedächtnistraining, und heute konnte ich als Erster einer Mitschülerin zum Geburtstag gratulieren – weil ich mir das Datum gemerkt habe.»
Nach Angaben der Cottbuser Uni-Weiterbildungsstelle kostet der Kurs, der alle 14 Tage bis zum 16. Juli stattfinden soll, 215 Euro.

Quelle: Lausitzer Rundschau (LR)

Gedächtnistraining Senioren – Treff in Brandenburg

6. Juni 2007

Gedächtnistraining im Seniorentreff “Plauderstübchen” Wriezen
06.06.2007: Das Plauderstübchen Wriezen hatte am Mittwoch dieser Woche 2 tolle Vorträge in ihrem Programm unter dem Motto “ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“.

Michael Gloschewski, Gedächtnistrainer aus Berlin, begeisterte mit seinem lebhaften Vortrag die Senioren aus Wriezen, denen er lange im „Gedächtnis” bleiben wird. Herr Gloschewski zeigte auf spielerische Weise, wie man in jedem Alter seine Gedächtnisleistung erheblich steigern kann. Viele Fragen von den über 30 Senioren kamen spontan, z.B. wie merke ich mir meine Pin-Nummer beim Geldautomaten oder den Einkaufszettel für die täglichen Besorgungen, Geburtstage und für die Kartenspieler aus der Montagsrunde gab es auch Merkbeispiele, welche Karte schon im Spiel war.
Besonders gut und interessant ist bei den Senioren das Einprägen der Sternzeichen in der richtigen Reihenfolge angekommen. Dabei geht es immer darum, die Informationen zu verbildlichen und beide Gehirnhälften zu benutzen. “Schon mit wenig Training stellt sich ein erstaunlicher positiver Effekt ein“. Gloschewskis Motto ist „Das papierlose Gehirn“ und das merkt man auch. Er hat großen Erfolg bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf dem Gebiet der Verbesserung der Merkfähigkeiten.

Verbunden wurde dieser Gedächtnisvortrag mit der Vorführung einer medizinischen Massageliege. Mehrere Senioren hatten die Möglichkeit, nach einem kurzweiligen Einführungsvortrag von Herrn Daniel Lewin die medizinische Massageliege zu testen und in völliger Entspannung die wohltuende Liege zu erleben. Dabei wurden die Muskelverspannungen aufgelöst und spontan die Beweglichkeit der Wirbelsäure und das Wohlbefinden verbessert. Die einstimmige Aussage war: „Das tat gut“!

Bei diesem großen Interesse will das Plauderstübchen Wriezen diese Vorträge bald wieder anbieten.

Quelle: Märkische Oderzeitung (MOZ)

Fitness für die grauen Zellen

24. Februar 2007

Nicht nur den Körper, auch das Gehirn kann man trainieren

Bericht aus der Beliner Zeitung vom 24.02.2007 in der Beilage “Fit in Berlin”

Eva Dorothée Schmid

Wenn sich Michael Gloschewski Pin-Nummern merken will, dann überlegt er sich Bilder für die einzelnen Zahlen. Die Vier ist ein Stuhl, weil der vier Beine hat, eine Sanduhr steht für die Acht, für die Fünf stellt sich der 35-Jährige eine Hand vor. Die Begriffe verknüpft er dann zu einer kleinen Geschichte. “Und die vergisst man nie wieder, ich weiß heute noch die Pin-Nummern von Karten, die ich schon seit Jahren nicht mehr habe”, sagt er.
Michael Gloschewski ist Gedächtnistrainer. In seine Seminare kommen Leute, die von sich sagen, dass sie ein schlechtes Gedächtnis haben. Sie haben das Gefühl, sich nichts richtig merken zu können, ständig Namen, Adressen oder Zahlen wie Pin-Nummern zu vergessen. “Aber merken können die sich schon was, das liegt alles im Unterbewusstsein und man muss nur einen roten Faden so legen, dass man die Infos wieder findet, wenn man sie braucht”, erklärt Gloschewski. Das träfe auch auf Senioren zu, die könnten sich genauso viel merken wie Jüngere, nur für die Einspeicherung bräuchten sie länger.

Der Gedächtnistrainer bringt den Vergesslichen Techniken bei, die man im Alltag anwenden kann, um sich etwas zu merken. Dabei geht es immer darum, die Informationen zu verbildlichen und beide Gehirnhälften zu benutzen. “Schon mit wenig Training stellt sich ein Effekt ein”, sagt Gloschewski. Er ist von den Möglichkeiten des Gedächtnistrainings so begeistert, dass er seit drei Jahren auch Gedächtnissportler ist und an Deutschen Gedächtnismeisterschaften teilnimmt. Dort misst er sich mit anderen im Zehnkampf, bei dem man sich innerhalb bestimmter Zeitspannen möglichst viele Begriffe oder Zahlen merken muss. “Das hilft auch im Alltag, denn man lernt, sich auf sein Gedächtnis zu verlassen”, sagt Gloschewski.

Während das Gedächtnistraining Strategien und Techniken vermittelt, die das Gedächtnis unterstützen, verbessert Gehirnjogging die geistige Leistungsfähigkeit insgesamt. “Das ist eine Methode, sich schnell geistig fit zu machen”, sagt Siegfried Lehrl, Medizinpsychologe an der Universität Erlangen. Er ist auch Vorsitzender der Gesellschaft für Gehirntraining und hat das Gehirnjogging in den 80er-Jahren nach wissenschaftlichen Kriterien entwickelt und 1992 mit dem Begriff Mentales Aktivierungstraining (MAT) präzisiert.

Spezielle “Jogging-Übungen” bringen das Gehirn in Schwung und verbessern gezielt die Voraussetzungen für geistige Leistungen wie Lernfähigkeit, Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis. Es reiche, täglich zehn Minuten zu trainieren, sagt Lehrl. Wichtig sei allerdings regelmäßiges Training. Studien haben gezeigt, dass man auf diese Weise bereits in vier bis sechs Wochen das Maximum seiner geistigen Leistungsfähigkeit erreichen kann, schneller und effizienter arbeitet und dadurch im Alltag Zeit spart. Probanden von Lehrl steigerten ihren Intelligenzquotienten um 15 Prozent – nach nur zwei Wochen Gehirnjogging. Wenn man mit dem Training allerdings aufhört, dann sinkt der IQ auch wieder.

Geeignet ist sowohl Gedächtnistraining als auch Gehirnjogging für jeden, denn man weiß heute, dass sich auch im Alter Nervenzellen nicht nur neu verflechten, sondern sogar nachwachsen können. Die frühere Annahme, das Gehirn des Menschen sei zum Ende der Pubertät fertig entwickelt, ist damit widerlegt.

Quelle: Berliner Zeitung