Der Savant Stephen Wiltshire – “The living Camera”

4. Oktober 2006

Stephen Wiltshire ist ein Autist. Er verlor in frühen Jahren seinen Vater bei einem Motorradunfall. Im Alter von drei Jahren wurde bei ihm Autismus diagnostiziert. Schon früh wurde von seinen Lehrern seine Begabung fürs Zeichnen entdeckt und gefördert.
Heute wird Stephen “Die lebende Kamera” genannt. Er kann nach nur einmaliger Betrachtung ein Objekt sehr genau und detailreich nachzeichnen. Für die Dokumentation “Expedition ins Gehirn” wurde Stephen knapp 45 Minuten lang mit einem Helikopter über Rom geflogen. Anschließend sollte er ein 5 Meter langes, detailgetreues Luftbild-Panorama der Stadt zeichnen – aus dem Gedächtnis.

Aber sehen Sie selbst.

Kurkuma stärkt mentale Leistungen

6. September 2006

Gelber Ingwer, Haldi, Turmeric, Gelbwurz oder auch Kurkuma genannt ist nach Angaben von Forschern aus Singapur noch gesünder als bisher angenommen. Das Gewürz, einer der Hauptbestandteile der indischen Curry-Gemische, ist nämlich in der Lage die Gedächtnisleistungen von Menschen deutlich zu steigern, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.

Gelber Ingwer, Haldi, Turmeric, Gelbwurz oder auch Kurkuma genannt ist nach Angaben von Forschern aus Singapur noch gesünder als bisher angenommen. Das Gewürz, einer der Hauptbestandteile der indischen Curry-Gemische, ist nämlich in der Lage die Gedächtnisleistungen von Menschen deutlich zu steigern, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.

Curry hilft bei Alzheimer

Das Forscherteam um Tze-Pin Ng von der National University in Singapur hat herausgefunden, dass Kurkuma die Ablagerung von Amyloid-Plaques bei Alzheimer-Patienten hemmt. Bei Untersuchungen von mehr als Tausend gesunden Asiaten zwischen 60 und 93 Jahren konnten die Forscher feststellen, dass jene Probanden, die regelmäßig Curry aßen, eine bessere Gedächtnisleistung aufwiesen als jene, die nie oder selten Curryspeisen zu sich nahmen.

Eine Currywurst pro Halbjahr

“Das Erstaunliche an den Untersuchungen war, dass bereits ein Currygericht in einem Zeitabstand von einem halben Jahr diese positiven Veränderungen bewirkte”, so der Forscher. Das Wissenschaftlerteam will nun weitere Studien durchführen, um die genaue Wirkung von Kurkuma zu erforschen. Dazu sollen klinische Tests Gelbwurz mit einem Placebo vergleichen.

Kurkuma in der indischen Medizin

Kurkuma ist in der Geschichte bereits seit 3.000 Jahren in Gebrauch. Neben der Verwendung als Gewürz diente der Farbstoff auch zum Färben von Stoffen. Zunächst wurde der Gelbwurz nur in Indochina und Indien verwendet, gelangte aber bereits Ende des ersten Jahrhunderts nach Europa – zuerst nach Griechenland, später nach Mitteleuropa. Das Gewürz ist seit jeher für seine verdauungsfördernde Wirkung bekannt. Kurkuma hat zudem antimutagene, antikarzinogene und antitumorale Wirkung. Die Substanz wirkt außerdem antioxidativ. In der indischen Medizin wird Kurkuma bei Entzündungen, Wunden und Ulzera der Haut, Juckreiz, Bauchbeschwerden, Blähungen und Verstopfung angewendet.

Quelle: Berlin Online

Tierversuche bieten neue Ansätze gegen Alzheimer

6. September 2006

Der Berliner Molekulargenetiker Prof. Erich Wanker sieht in jüngsten Ergebnissen von Tierversuchen erste Ansätze, Alzheimer und andere Demenz-Erkrankungen in Zukunft schon im Frühstadium erkennen und bekämpfen zu können.

»Allerdings ist der Schritt von der Maus zum Menschen oft noch sehr groß«, warnte der Experte für neurodegenerative Erkrankungen am Max-Delbrück-Centrum (MDC) in Berlin-Buch in einem dpa-Gespräch. Das MDC ist von diesem Mittwoch bis zum Samstag Gastgeber einer weltweit bislang einzigartigen Konferenz, bei der Genomforscher und Alzheimer-Experten gemeinsam neue Grundlagen und Ansätze zur Therapie dieser Erkrankungen diskutieren.

Berlin (dpa) – Der Berliner Molekulargenetiker Prof. Erich Wanker sieht in jüngsten Ergebnissen von Tierversuchen erste Ansätze, Alzheimer und andere Demenz-Erkrankungen in Zukunft schon im Frühstadium erkennen und bekämpfen zu können.

»Allerdings ist der Schritt von der Maus zum Menschen oft noch sehr groß«, warnte der Experte für neurodegenerative Erkrankungen am Max-Delbrück-Centrum (MDC) in Berlin-Buch in einem dpa-Gespräch. Das MDC ist von diesem Mittwoch bis zum Samstag Gastgeber einer weltweit bislang einzigartigen Konferenz, bei der Genomforscher und Alzheimer-Experten gemeinsam neue Grundlagen und Ansätze zur Therapie dieser Erkrankungen diskutieren.

»Es passiert sehr viel Spannendes zur Zeit«, berichtete Wanker. So habe Dominic Walsh (Dublin) bestimmte so genannte Oligomere nachgewiesen, winzige Strukturen, die ein früher Marker und zugleich Auslöser von Demenz seien. »Schon diese Oligomere könnten eines Tages Zielscheiben neuer Medikamente werden, lange bevor sich die für Alzheimer typischen Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn zeigen«, erläuterte Wanker.

Ein Team um Prof. Ulrich Hartl (München) wiederum erforsche spezielle Hitzeschock-Proteine, so genannte Chaperone (»Anstandsdamen«), die die bei neurodegenerativen Erkrankungen typischen, missgefalteten Proteine erkennen und dabei helfen, sie wieder richtig zu falten. »Diese Chaperone hat jeder, aber mit dem Alter wird ihre Aktivität schwächer. Allerdings können die schwächelnden “Anstandsdamen” offenbar mit bestimmten Molekülen wieder aktiviert werden.« Für seine Forschungen erhält Hartl an diesem Donnerstag in Hamburg den mit 750 000 Euro dotierten Körber- Preis für die Europäische Wissenschaft 2006.

Auch der Kanadier Michael Hayden, dessen Veröffentlichung im Journal »Cell« jüngst für Aufsehen sorgte, wird in Berlin sein: Er hat im Tierversuch mit bestimmten Enzymen erfolgreich die zelluläre »Müllabfuhr« für die Eiweißablagerungen im Hirn angekurbelt und den Mäusen somit ihr Gedächtnis zurückgegeben. Wankers Berliner Team selbst arbeitet daran, die Missfaltung von Proteinen mit bestimmten Substanzen aus dem Grünen Tee zu verhindern. »Bis daraus jedoch Medikamente für den Menschen entstehen, werden noch viele Jahre vergehen«, betont Wanker.

Derzeit ist Alzheimer nicht heilbar, sondern lässt sich mit Medikamenten lediglich im Verlauf um einige Zeit verzögern. Rund eine Million Menschen in Deutschland leiden an einer Demenzerkrankung, zwei Drittel davon an der vor 100 Jahren vom deutschen Nervenarzt Alois Alzheimer erstmals beschriebenen Krankheit.

06.09.2006 dpa

Fernsehen schlecht für das Gedächtnis

29. August 2006

Zu viel Fernsehen ist einer der Hauptgründe für eine schlechte Erinnerung

Zu viel Fernsehen schadet den grauen Zellen

Wer zu lange vor dem Fernseher sitzt, riskiert sein Gedächtnis, so eine australische Studie. Kreuzworträtselfreunde und regelmäßige Fischesser schnitten hingegen besonders gut ab.

Zu viel Fernsehen ist einer der Hauptgründe für eine schlechte Erinnerung

Zu viel Fernsehen schadet den grauen Zellen

Wer zu lange vor dem Fernseher sitzt, riskiert sein Gedächtnis, so eine australische Studie. Kreuzworträtselfreunde und regelmäßige Fischesser schnitten hingegen besonders gut ab.

“Machen Sie den Fernseher aus oder schalten Sie ihn zumindest nicht zu oft an”, empfiehlt Nancy Pachana von der University of Queensland in Brisbane und weist darauf hin, dass die besten Gedächtnisleistungen von Menschen erbracht wurden, die weniger als eine Stunde täglich vor dem Fernseher verbringen. Verteufeln will Pachana das Fernsehen jedoch nicht: Nachrichtensendungen oder Quizformate könnten unter Umständen auch gut für das Gedächtnis sein.

Neuropsychologin Pachana und ihre Kollegen haben die Ergebnisse von fast 30.000 Personen analysiert, die am “National Memory Test” teilgenommen hatten. Der Test überprüft die Merkfähigkeit anhand verschiedener Aufgaben.

Quelle: Menshealth

Patientin hat “perfektes” Gedächtnis

13. März 2006

Gedächtniskünstler nutzen einfache Merktechniken, um große Informationsmengen in ihrem Gedächtnis abzulegen. Ohne derartige mnemonische Techniken kommt eine Frau aus, die amerikanische Neurowissenschaftler im Fachblatt “Neurocase” vorstellen. Nach ihren Erlebnissen an einem bestimmten Tag in der Vergangenheit gefragt, sprudelt die Information förmlich aus ihr hervor.

“Ihre Erinnerung arbeitet prompt und ist sehr persönlich, auf ihr eigenes Leben bezogen und auf andere für sie interessante Ereignisse”, erläutert James McNaugh von der University of California in Irvine. Für die Patientin “AJ” sei ihr enormes Gedächtnis jedoch nicht immer angenehm, so der Forscher. “AJ ist gleichzeitig Wächterin und Gefangene ihrer Erinnerungen.”

Die 40-Jährige hatte McNaugh im Jahr 2000 angeschrieben und ihre Fähigkeiten geschildert. Seitdem studieren der Forscher und sein Team die Patientin und stellen sie immer wieder auf die Probe. Beispielsweise fragten sie “AJ” im Jahr 2003 ohne Vorwarnung nach allen Osterfeiertagen seit 1980. Binnen zehn Minuten schrieb die Frau die entsprechenden Datumsangaben und ihre Erlebnisse an diesen Tagen nieder. Zwei Jahre später wiederholten die Forscher das Experiment – mit praktisch identischen Resultaten.

Laut McNaugh und Kollegen handelt es sich um den ersten beschriebenen Fall einer Störung, die die Forscher als hyperthymestisches Syndrom bezeichnen. Das scheinbar perfekte Gedächtnis hat jedoch Grenzen: So tut sich “AJ” schwer mit schlichtem Auswendiglernen und glänzte in der Schule nicht eben durch exzellente Leistungen. Wenn die Information aus ihr hervorsprudelt, tut sie dies zudem in wenig geordneter Form. Ihr Leben mit ihrem besonderen Gedächtnis beschreibe die Frau als “endlosen Film in meinem Kopf”, erläutert McNaugh. “Wenn sie die Wahl hätte, würde sie es jedoch nicht aufgeben wollen.”

Quelle: Scienceticker

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