Gedächtnis, Gedächtnissport, NIC Niebüll

12. Oktober 2007

Köpfe rauchen beim Training für den Marathon
Niklas, Thore und Mia sind gespannt auf ihr Abschneiden bei den Norddeutschen Gedächtnismeisterschaften

Niebüll – Im Nordfriesischen Innovations-Center (NIC) in Niebüll werden am kommenden Wochenende die Köpfe rauchen bei den fünften Norddeutschen Gedächtnismeisterschaften. Sie finden zum ersten Mal in Schleswig-Holstein statt.

Vor Niklas Bünter, Thore Rathsack und Mia Körkemeyer liegen A 4-Bögen, die von oben bis unten mit kleinen Porträtfotos und Namen bedruckt sind. Die müssen sich die drei Schüler innerhalb kürzester Zeit einprägen und in richtiger Reihenfolge aus dem Gedächtnis wiedergeben. Ihr Lehrer, Jürgen Petersen, legt zur Demonstration einen weiteren Bogen auf den Tisch, auf dem in wahlloser Folge 1 000 Zahlen in 25 Reihen abgedruckt sind. Es gibt Leute, die können dieses Zahlenwerk nach einer gewissen Zeit aus dem Kopf wiedergeben.

Für die drei Teilnehmer an den diesjährigen Meisterschaften aus der Region ist das aber noch zu früh. Sie sind „Newcomer“. Die Gymnasiastin des 12. Jahrgangs, Mia Körkemeyer, befasst sich erst seit kurzem mit der Technik des Behaltens. Auch die beiden elfjährigen Jungen Niklas von der Friedrich-Paulsen-Schule und Thore von der Niebüller Realschule trainieren ihr Gedächtnis erst seit den Herbstferien vergangenen Jahres. Niklas hat sich mit dem Gedächtnissport-Virus von seiner Schwester Stephanie anstecken lassen. Sie ist die Weltmeisterin der Kinder aus dem Jahr 2005.

Dass durchtrainierte „graue Zellen“ von Vorteil in der Schule sind, erklärt sich von selbst. Jürgen Petersen: „Man kann die Technik bis ins hohe Alter anwenden und beugt damit ein Stück weit Demenzkrankheiten vor“.

Zu den drei Schülern aus der Region, die an den Meisterschaften teilnehmen, gesellt sich die 14-jährige Nicole Nielsen von der Lecker Realschule. Die Technik des Behaltens, die man nicht wieder verlernt, ist ganz einfach, sagt Petersen, der seinen Job als Landwirt an den Nagel gehängt und sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Will man Zahlen oder Begriffe auswendig lernen, sollte man sich ein Bild dazu merken. Der Eigenname Lübke könnte mit dem Namen der Stadt Lübeck belegt werden, den jeder kennt. Auf diese Weise kann sich ein „Merkkünstler“ aus Spanien 23 000 Begriffe merken. 36 Stunden braucht er fürs Einprägen…

Der Gedächtnismarathon in Niebüll mit 20 Teilnehmern beginnt am kommenden Sonnabend, 21. April, um 9.30 Uhr im NIC und endet am Sonntag (22.) gegen 17 Uhr. Zuschauer sind willkommen. Am Sonnabend wird die Öffentlichkeit außerdem zu einer großen Zauber- und Gedächtnisshow in das Autohaus Kornkoog in der Bahnhofstraße 28 in Niebüll eingeladen. Beginn ist um 19.30 Uhr. Das Programm beginnt mit der Siegerehrung der Kinder- und Jugendwettbewerbe. Weltrekordler und „Wetten, dass“- Teilnehmer bieten eine atemberaubende Gedächtnisshow.

Das Nordfriesische Zahlengenie Karl-Heinz Christensen aus Lütjenhorn zeigt, dass man auch mit 68 Jahren sein Gedächtnis zur Höchstform trainieren kann. Zu guter Letzt wartet noch Zauberer Arrani mit perfekten Illusionen auf. In der Pause werden kleine Snacks gereicht.

Ursula Konitzki

Quelle: Nordfriesland Tageblatt

Gedächtnisweltmeister in der Johannes B. Kerner Show

20. September 2007

Am 19.09.2007 waren Gunther Karsten & Simon Reinhard bei Johannes B. Kerner zu Gast in der Sendung.
Gunther Karsten & Simon Reinhard sind Gedächtnissportler und waren bei der Gedächtnisweltmeisterschaft der World Memory Championchips – WMC – die Anfang September im Königreich Bahrain statt fand sehr erfolgreich.
Gunther Karsten wurde Gedächtnisweltmeister und Simon Reinhard wurde Dritter in der Gesamtwertung der Gedächtniskünstler. Zusammen sind Sie Mannschaftsweltmeister geworden mit Boris Konrad der Vierter der Gesamtwertung wurde. Eine Mannschaft besteht bei den Gedächtniswettkämpfen immer aus den drei besten Sportlern das Landes.

Simon Reinhard war schon vergangene Woche in der Sendung und stellte da seine Merkfähigkeit unter Beweis. Auch in dieser Sendung sollten die Gedächtniskünstler Ihr Können erneut demonstrieren. Simon Reinhard merkte sich 20 Prominente in der richtigen Reihenfolge. Die Bilder waren jeweils nur für 3 Sekunden zu sehen. Diese Art des Memorierens ist keine Meisterschaftsdiziplin. Trotzdem merkte sich der Mentalathlet die richtige Reihenfolge. Er machte dies mit einer Mischung von den Klassischen Merkmethoden. Der Routenmethode, bei der ein fester Weg mental abgegangen wird und an den markanten Punkten Informationen angehängt werden und der Geschichtsmethode, bei der die zu merkenden Dinge in eine möglichst kreative Geschichte verpackt werden. Marylin Monroe flirtet mit Helmut Kohl und im Boxring steht Muhammad Ali und Verona Pooth schaut fasziniert zu….

Johannes B. Kerner war von den Merkleistungen fasziniert und brachte den Einwand, dass sich viel mehr Informationen zu merken doch schwieriger wäre, als die einzelnen Prominenten. Diese Einwand höre ich als Gedächtnistrainer bei meinen Vorträgen und Seminaren häufiger. Dem ist nicht so, ganz im Gegenteil. Unser Gehirn ist komplex und kann sich komplexe Informationen viel leichter merken als isolierte Fakten. Unser Gehirn denkt in Bildern und und je mehr Informationen es bekommt desto mehr Verknüpfungen werden im Gehirn angelegt. Die Information ist besser verankert und wird dann auch leichter “wieder gefunden”.

Gunther Karsten merkte sich eine 100stellige Zahl die in 2er Blöcke auf einer Karte standen. Herr Kerner forderte das Fernsehpublikum auf, doch auch mit zu machen. Diese ist eine eher aussichtslose Idee, denn ohne Merktechniken ist dies nicht zu machen. Sie können sich höchsten 7 Informationsblöcke merken. Dies fand schon der Londoner Lehrer J. Jacobs 1887, als er das Lernvermögen seiner Schüler testen wollte. Daraus entstanden IQ Tests, bei denen eine Merkleistung von 8-9 Informationen im Geniebereich angesiedelt werden. Das wäre dann ein von IQ über 150. Also verzweifeln Sie nicht bei dem Versuch! Ohne die richtige Technik ist das nicht zu machen. Das erklärte Simon Reinhard auch in den knapp 2:30 Minuten dem Moderator. Das es eine Routhenmethode gibt und die Zahlen bestimmten bildlichen Assoziationen zu geordnet werden.

Es war eine sehr knapp bemessene Zeit und auch keine optimalen Bedingungen für den Weltmeister. Eine Fernsehsendung ist nicht der beste Platz um sich voll zu konzentrieren. Trotzdem gelang es dem Sportler 94 Zahlen richtig wiederzugeben und nur bei 3 Blöcken zu grübeln. Lassen Sie es mich so sagen: er hat nicht 3 Blöcke vergessen, sondern sich 47 Blöcke in nur 2:30 Minuten gemerkt. Eine hervorragende Leistung! Bei den Meisterschaften ist der persönliche Rekord von Gunther Karsten 320 Ziffern in 5 Minuten.

Dann ging es noch zum ultimativen Merkspiel: dem Memory. Hier traten die beiden Gedächtniskünstler gegeneinander an und merkten sich 64 Bilder, die Sie dann richtig wieder geben sollten. Hierbei gelang es Simon Reinhard etwas schneller zu sein als der Weltmeister.

Diese Übungen trainieren die Gedächtnisportler nicht. Sie können mit ihrem trainierten Gehirn aber trotzdem faszinierende Dinge tun. Dies ist ein weiterer Beweis, was Sie mit Ihrem Gehirn auch könnten, wenn Sie es regelmäßig fordern und fördern. Der Verein der sich mit dem Gedächtnissport beschäftigt ist MemoryXL.

Gedächtnistraining bei der Johannes B. Kerner Show

13. September 2007

Am 12.09.2007 war Simon Reinhard bei Johannes B. Kerner zu Gast in der Sendung. Simon Reinhard ist Gedächtnissportler und war bei der Gedächtnisweltmeisterschaft der World Memory Championchips – WMC – die Anfang September im Königreich Bahrain statt fand dabei. Er belegte bei der im Zehnkampf ausgetragenen Gedächtnisweltmeisterschaft einen hervorragenden 3. Platz und wurde zusammen mit Gunther Karsten und Boris Konrad sogar Mannschaftsweltmeister.
Simon Reinhard ist aktiver Gedächtnissportler und nimmt seit 2005 an Regionalen und seit 2006 an Nationalen Gedächtnismeisterschaften teil. Er gewann sogar die diesjährige Süddeutsche Gedächtnismeisterschaft die vom Verein Memory XL jährlich ausgerichtet wird. Das erstaunlich an diesem Titel ist das er den zu dieser Zeit noch amtierenden Gedächtnisweltmeister Clemens Meyer auf den 2. Platzt verweisen konnte.

In der Talk Show wurde über die Gedächtnistechniken gesprochen und über die Anwendung im Alltag. Das diese Techniken jeder erlernen kann und diese seit Jahrhunderten bewährt sind stieß auf die “normale” Verwunderung. Es sind bestimmt 90% Techniken und zu 10% Begabung. Sie werden vielleicht nicht gleich Weltmeister aber die vergessene Telefonnummer oder PIN Nummer gehört der Vergangenheit an.

Simon memoriert ein 52 Blatt Kartenspiel live in der Sendung. Seine Fähigkeit dies so nebenbei als Johannes B. Kerner seinen nächsten Gast Uri Geller interviewte fand ich sehr beeindruckend. Dieser packte natürlich seine mystische Sicht der Dinge dazu und verfehlte damit den Kern der Sache völlig. Das Kartenspiel gab der Gedächtniskünstler natürlich exakt wieder. Dann stapelte er etwas zu tief das es diesmal nicht eine Minute war, wie bei der WMC, sonder etwas länger. Die Unruhe um Ihn herum war auch erheblich größer.

Damit noch nicht genug des Gehirnjoggings. Simon Reinhard sollte auch noch die Namen des Studiopublikums memorieren. Diese Disziplin gewann der Student aus München bei der Gedächtnisweltmeisterschaft sogar. Die rund 50 Namen memorierte er in ca. 10 Minuten und nannte dann die Namen der Zuschauer. Dieses zeigt eindrucksvoll was mit einem trainierten Gehirn machbar ist. Es sind wirklich nur Techniken die jeder erlernen kann.

Aber schauen Sie selbst:

Tony Buzan eröffnet Gedächtnisweltmeisterschaft 2007 in Bahrain

2. September 2007

Die mit Spannung erwartete Gedächtnisweltmeisterschaft fand vom 31. August bis 2. September 2007 im Königreich Bahrain statt. Die Gedächtnissportler kamen aus England, Deutschland, Österreich, Hong Kong, China, USA, Indien, Mexico, Brasilien, Ägypten, Malaysia, Nigeria, Dänemark, Neuseeland und Schweden. Am Donnerstag Abend wurde die WMC feierlich von Tony Buzan und Scheich Hamad eröffnet.Am Freitag ging es dann los mit der ersten Disziplin, den Abstract Images. Hier gewann “erwartungsgemäß” Gunther Karsten, der auch den Weltrekord in dieser Disziplin hält. Bei den 30 Minuten Binärzahlen gab es schon den ersten neuen Weltrekord: Ben Pridmore verbesserte seinen eigenen Rekord von 3915 auf 4140 Binärzahlen. Bei der dritten Disziplin, den 60-Minuten-Zahlen, gewann der Chinese Wu Tiansheng mit 1820 Ziffern.

Der Samstag startete mit den 15 Minuten Namen & Gesichtern, bei denen der “Geheimfavorit” Simon Reinhard mit 161 Punkten (je Vor- und Nachname ein Punkt) siegreich war. Den Zahlensprint (fünfte Disziplin) gewann dann wieder Ben Pridmore mit 365 Zahlen. Die sechste Disziplin Historische Daten konnte der Magdeburger Johannes Mallow mit einem neuen Weltrekord von 99 Daten gewinnen. Einen “Ausrutscher” brachte aus Sicht von Ben Pridmore die siebente Disziplin, der Kartenmarathon. Hier versuchte der Engländer mit 30 Kartenspielen einen neuen Rekord aufzustellen. Es gelang ihm aber “nur”, 10,5 Spiele richtig wiederzugeben. 20 Kartenspiele gab Gunther Karsten wieder und gewann damit den Kartenmarathon. Fazit Tag zwei: die Spitze ist dicht zusammen und es wird ein spannender Finaltag.
Der Sonntag – Finaltag 8ter Wettkampf: 15 Minuten Wörter, hier gelang es Boris Konrad aus Hattingen, seine Weltranglisten-Führung zu bestätigen. Er schaffte 192 Wörter. Nun blieben nur noch zwei Wettkämpfe, die die Entscheidung bringen mussten. Die Auditiven Zahlen gewann wieder Ben Pridmore mit 129 Zahlen.Vor der letzten Disziplin lagen die ersten beiden Sportler mit 94 Punkten auseinander. Da es zwei Durchgänge bei den Speedcards, dem 5 Minuten Kartensprint gibt, bleiben dort Möglichkeiten zum Taktieren. Im ersten Durchgang schafften Ben Bridmore & Gunther Karsten jeweils 57 Sekunden. Dann wurde gerechnet und geprüft. Ben Bridmore lag immer noch 94 Punkte in Führung. Wenn Gunther Karsten gewinnen wollte, musste er das 2. Kartenspiel in ca. 47 Sekunden memorieren, und Ben Pridmore durfte sich nicht verbessern. Nun war die Spannung nicht mehr zu steigern. Ben Pridmore hatte auf der Anzeige eine Zeit von 30 Sekunden und Gunther Karsten von 47,12 Sekunden. Ben Bridmore hatte bei der 30te Karte einen Fehler und sich somit nicht verbessert. Das Kartenspiel von Gunther Karsten stimmte. Damit hatte der Deutsche mit 22 Punkten Vorsprung gewonnen.
Dass bei dem Kartensprint die Chinesen dominierten, ging fast unter in der Spannung. Die Chinesin Chen Yu Juan gewann hier in der Zeit von 28,15 Sekunden.

WMC 07 GruppenbildWMC 07 deutsches TeamWMC 07 Deutsches Teilnehmer

Die Endergebnisse:
1. Dr. Gunther Karsten ( Deutschland, Erfurt – Patentübersetzer)
2. Ben Pridmore (England)
3. Simon Reinhard (Deutschland, München – Student)
4. Boris Konrad (Deutschland, Hattingen – Student)
5. Liu Ping (China)
6. Johannes Mallow (Deutschland, Magdeburg – Student)

Es war ein spannender Kampf, den Dr. Gunther Karsten mit 22 Punkten Vorsprung für sich entscheiden konnte, damit ist er neuer Gedächtnisweltmeister. Damit gewinnt der 8-fache Deutsche Meister und 3-fache Vizeweltmeister (2001, 2005, 2006) nun auch die Weltmeisterschaft. Die Deutsche Mannschaft hat ihren Team-Weltmeistertitel erfolgreich verteidigen können, zum dritten Mal in Folge. Das Team besteht aus jeweils den Besten drei Sportlern aus einem Land. Im Deutschen Team waren Dr. Gunther Karsten (m), Simon Reinhardt (r), Boris Konrad (l) WMC 07 deutsches TeamNeue Weltrekorde in folgenden Disziplinen: 30 Minuten Binärzahlen: Ben Pridmore 4140 digits World Record5 Minuten
Historische Daten: Johannes Mallow 99 dates World Record
Die 6 deutschen Teilnehmer, vom Verein Memory XL, schnitten hervorragend ab:
1. Dr. Gunther Karsten ( Deutschland, Erfurt – Patentübersetzer) (3vl)
3. Simon Reinhard (Deutschland, München, Student) (5vl)
4. Boris Konrad (Deutschland, Hattingen – Student) (2vl)
6. Johannes Mallow (Deutschland, Magdeburg – Student) (6vl)
14. Jürgen Petersen (Deutschland, Niebüll – Gedächtnistrainer) 1vl)
23. Mia Körkemeyer (17, Deutschland, St.-Peter-Ording – Abiturientin) (4vl) wurde sogar noch Junioren-Weltmeisterin.

Gedächtnisweltmeisterschaft WMC in Bahrain

27. August 2007

Am nächsten Wochenende findet die Gedächtnisweltmeisterschaft World MemoryChampionchips – WMC – statt. Dieses Mal fahren die Gedächtnissportler ins Königreich Bahrain in die Hauptstadt Manama.

Die Gedächtnisweltmeisterschaft fand das erste Mal in der englischen Hauptstadt London 1990 statt. Tony Buzan richtet die WMC aus und ruft jährlich alle Gedächtnissportler zum Wettkampf auf. Bis 2003 blieb die WMC auch in London und ging erst 2003 nach Kuala Lumpur, Malaysia. England war dann 2004 mit Manchester, 2005 mit Oxford und 2006 London wieder Ausrichter der Gedächtnisweltmeisterschaft. Das Interesse am Gedächtnissport stieg nicht nur in Europa, sondern weltweit. Die Ausrichtung in Bahrain ist ein Beleg dafür.

Die Teilnehmer kommen nicht nur aus Europa, sondern werden internationaler. Mit China, Indien und Japan kommen nun mehrere Gedächtnissportler aus Asien. Es werden damit wirkliche “Weltmeisterschaften” und nicht mehr nur 3 Länderkämpfe. Die drei stärksten Nationen waren immer England, Deutschland und Österreich. Die Konkurrenz wird in den nächsten Jahren sicher sprunghaft steigen.

Erst im Jahre 2005 gelang es den deutschen Gedächtnisportlern, die Serie der englischen Siege zu beenden. Clemens Meyer wurde 2005 und 2006 Gedächtnisweltmeister. In beiden Jahren gelang es auch Deutschland, die Nationenwertung zu gewinnen. Ein Team besteht dabei aus den jeweils besten 3 Sportlern aus jedem teilnehmenden Land. 2005 & 2006 waren die 3 besten deutschen Sportler: Clemens Mayer, Dr. Gunther Karsten und Boris Konrad. Die Weltmeisterschaften werden in 10 verschiedenen Disziplinen ausgetragen, ähnlich wie beim Zehnkampf in der Leichtathletik.

Es werden bestimmt sehr spannende Wettkämpfe, die vom 31. August – 2. September 2007 im Crowne Plaza Hotel in Manama, Bahrain stattfinden. Die Gedächtniskünstler werden sich messen und die Chancen, die Titel zu verteidigen, stehen gut. Gunther Karsten reist als Weltranglisten-Erster nach Bahrain. Er stellte einen neuen Punkterekord bei der Deutschen Gedächtnismeisterschaft in Tuttlingen auf. Die anderen deutschen Gedächtnissportler präsentierten sich bei der deutschen Gedächtnismeisterschaft auch in sehr guter Form. Es werden 6 Deutsche Gedächtniskünstler, alle vom Verein MemoryXL, nach Bahrain fliegen und um die Preisgelder von insgesamt 30.000 US-Dollar kämpfen.

5. Norddeutsche Gedächtnis- Meisterschaft

24. April 2007

Gedächtnistraining fürs Gehirn “Von Spielkarten und historischen Daten”
19 Teilnehmer aus sechs Bundesländern kämpften in diesem Jahr in Niebüll bei den 5. Norddeutschen Gedächtnis-Meisterschaften um Ehre und Titel.
Niebüll/kon

Niklas Rohde stützt seinen Kopf in beide Hände. Seine Füße wippen nervös. „Noch eine Minute“, sagt der professionelle Gedächtnis-Sportler und Trainer Jürgen Petersen nach dem Blick auf seine Stoppuhr. Noch eine Minute, um sich einen Stapel Spielkarten in der vorgegebenen Zufalls-Reihenfolge in wenigen Minuten zu merken. 19 Teilnehmer sind zu den 5. Norddeutschen Gedächtnis-Meisterschaften in das Nordfriesische Innovations-Center in Niebüll gekommen, darunter auch vier Nordfriesen aus Niebüll und Leck. Sie treten in verschiedenen Altersklassen gegeneinander an, um zu ermitteln, wer das Leistungspotenzial seines Gehirns am besten voll ausnutzen kann. Es gilt nämlich, einen zweiten Spielkarten-Stapel in fünf Minuten genauso zu sortieren wie den ersten.

Patrick Fege aus Nordrhein-Westfalen geht die Sache ruhig an. Der Junge wird am Ende Zweiter bei dieser Meisterschaft – in der Gruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen. Den ersten Platz erreicht in dieser Klasse Anna Sophie Barwinski: Sie ist damit Norddeutsche Gedächtnis-Meisterin und kommt ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen. Den dritten Platz hat sich der Niebüller Niklas Bünter erkämpft, gefolgt von Konstantin Skuler aus Berlin – mit acht Jahren der Jüngste beim Wettbewerb.

In der Klasse der Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren haben die Nordrhein-Westfalen ebenfalls die Nase vorn: Hier heißt der Norddeutsche Gedächtnis-Meister 2007 Mirco Scheffler. Ihm folgen auf Platz zwei Mia Körkemeyer aus Leck und auf Platz drei Philipp Boos aus Bonn. Mia Körkemeyer, die ihr Gedächtnis erst seit drei Wochen nach Jürgen Petersens Methode trainiert, ist mit einem zusätzlichen Pokal als beste „Newcomerin“ ausgezeichnet worden. In der Klasse der Erwachsenen gelingt es Johannes Mallow aus Brandenburg einen Rekord aufzustellen und sich nach 2006 auch in diesem Jahr den Meister-Titel zu sichern. Mallow kann sich 89 fiktive historische Daten in fünf Minuten merken. Der Weltrekord liegt bei 95 Daten. Platz zwei hat sich Boris Konrad aus Hattingen bei Dortmund gesichert und den dritten Platz die Ostfriesin Katrin Buhr.

Der spannende erste Tag endet mit einer Zauber- und Gedächtnisshow sowie der Siegerehrung. Während der Show beweist Gedächtnis-Künstler Karl-Heinz Christensen aus Lütjenhorn, dass auch ein 68-Jähriger ein leistungsfähiges Gehirn haben kann – wenn es trainiert wird. Ein Höhepunkt des Abends ist dann der Auftritt des Weltmeisters im Becherstapeln: Boris Konrad. Gedächtnis-Profi Franz-Josef Schumeckers bringt den Zuschauern seine Technik bei. Und Zauberer „Arrani“ aus Niebüll verblüfft seine gut 100 Zuschauer mit perfekter Illusion.

Quelle: Nordfriesland Tageblatt

Disney-Figuren Wette

19. Februar 2007

Dino Dittrich
Wetten, dass…? In der 136. Sendung am 06.07.2002 in Paris wettete der elfjährige Dino Dittrich aus München, dass aus den 100 Disneyfiguren 20 ausgesucht werden, die er sich in 100 Sekunden in der richtigen Reihenfolge merken kann.
Als Dino gelesen hatte, das die Sommer Wetten dass Sendung im Disneyland Resort Paris produziert wird überlegte er was dazu passen könnte. Da er schon einmal im Disneyland war wollte er unbedingt noch mal hin. Zu diesem Zeitpunkt kannte er noch nicht einmal alle 100 Chartere. Nach der Zusage hat er dann zweimal am Tag trainiert und sich so vorbereitet.

Die Wettpatin Barbara Becker tippte auf: Ja, das geht.
Sie hatte recht.

Katharina Bunk bei Pssst

16. Februar 2007

Am 16.02.2007 war Katharina Bunk bei Harald Schmidt zu Gast in der Sendung Psst.
Sie wurde mit dem Geheimnis “Katerina hat das erste mal nicht vergessen”. Katerina Bunk begann im Jahr 2002 mit Gedächtnissport. In diesem Jahr nahm Sie gleich an den Weltmeisterschaften teil und belegte den ersten Platz in der Wertung Kinder. Seit dem ist Sie bei mehren Regionalen, Nationalen und Internationalen Meisterschaften erfolgreich gewesen.

Rösselsprung Wette

14. Februar 2007

Wetten, dass…? In der 141. Sendung am 19.02.2005 in Berlin wettete der neunjährige Xaver Neuhäusler aus Jakobneuharting in Bayern, dass er von einem beliebigen Feld eines Schachbretts aus, mit dem Pferd nach den Regeln des Rösselsprungs so ziehen kann, dass er am Ende auf jedem Feld einmal und auf keinem zwei Mal war. Was die Sache doppelt schwer macht: Xaver macht das mit verbundenen Augen.

Die Idee stammt von Xavers Lehrer, der in der Schule eine Brain-Show machen wollte und die Idee mit dem Schachbrett hatte. Xaver hat es versucht, und es hat nach einiger Zeit funktioniert. Eingereicht hat dann sein Vater die Wette als dann die Wette angenommen wurde hat Xaver da von erfahren.

Der Wettpate Stefan Raab tippte auf: Ja, Xaver schafft es.
Er mußte nicht mit einem chinesischen Wok die Bobbahn runterfahren, tat es aber doch wie, wir von der Wok WM inzwischen wissen.

Nachbarstaaten Wette

14. Februar 2007

Wetten, dass…? In der 5 Kindersendung am 25.12.2000 in Basel wettet der elfjährige David Öttinger aus Erbingen bei Freiburg, dass er von jedem Land der Erde die angrenzenden Nachbarsaaten kennt.
David hat einige Wochen trainiert und die Wette durch sein Hobby Geografie entdeckt. Es gibt ca. 150 Staaten die eine Landesgrenze haben.

Der Wettpate Nick Heidfeld tippte auf: Ja, David schafft es.
Er hatte recht und mußte nicht auf einem Bullen Reiteny.

Postleitzahlen Wette

14. Februar 2007

PLZWetten, dass…? In der 120. Sendung am 11.22.1999 in Böblingen Claudia Stiehl und Christina Jositza das sie alle Postleitzahlen der Städte kennen, die nur über eine Einzige verfügen!
Die beiden Freundinen trainierten einige Zeit für diese Wette. Leider schafften Sie die Wette nicht.

Der Wettpate Andrea Bocelli tippte: Ja Sie schaffen es.
Er mußte mit einem ein Stück am Klavier spielen.

Autobahn Wette

14. Februar 2007

Martin Lamers

Wetten, dass…? In der 1 Kindersendung am 26. Dezember 1996 in Hannover wettet der neunjährige Martin Lamers alle Autobahnen der gesamten Bundesrepublik Deutschland und ihre Nummern kennt, sowie alle Autobahnkreuze und Dreiecke exakt mit Namen benennen kann.

Martins Vater war im Außendienst tätig und fuhr viel durch Deutschland. Er rief an und sagte wo er gerade war und Martin lernte so das Autobahnnetz kennen.

Der Wettpate Nils Bokelberg tippte auf: Ja, Martin schafft es.
Er hatte recht und mußte sich nicht die Haare lila färben.

Zahlen Wette

14. Februar 2007

Wetten, dass…? In der 50 & 100. Sendung am 5. 11.1988 in Duisburg 30.03.1996 in Düsseldorf wettete Hans Berchthold, dass er sich in einer Stunde 600 Zahlen merken kann, die in verschiedenen Kombinationen abgefragt werden können.

Hans Berchthold benutze die Mnemotchniken der alten Griechen die auch alle Gedächtnissportler benutzen.

- video-

50.
Der Wettpate Michael York tippte: Ja Er hatte recht und mußte nicht von Frankfurt nach Mainz trampen, um dort dem Intendanten Prof. Stolte für die Einladung zu Wetten, dass ..? zu danken.

100.
Die Wettpatin Milli Carlucci tippte: Nein
Sie hatte unrecht und brachte Thomas Gottschalk Rollschuhlaufen bei.

Karten Wette

14. Februar 2007

Karten

Wetten, dass…? In der 58. Sendung am 04.11.1989 in Basel wettete Dominic O-Brien aus England, dass er sich sechs 52 Blatt Kartenspiele einprägen und diese in verschiedenen Kombinationen abgefragt werden können.
Dominic O´Brien ist 8facher Gedächtnisweltmeister und die Karten sind seine Lieblingsdisziplin. Es gab also keinen Zweifel das er diese Wette gewinnt.

Die Wettpatin Liza Minnelli tippt: Ja
Sie hatten recht und mußte nicht mit Thomas Gottschalk tanzen.

Binärzahlen

6. Dezember 2006

Aufgabe: In 5/30 min sind möglichst viele Binärzahlen (also 0 und 1 in willkürlicher Reihenfolge, z.B. 00101111010101011111000…) einzuprägen. Die Ziffern sind zeilenweise auf einem weißen Blatt angeordnet, wobei 30 Binärzahlen in einer Zeile stehen; jedes Blatt zeigt 25 Zeilen, also 750 Binärzahlen. Fast unmittelbar nach der Einprägzeit sind die memorierten Binärzahlen in der Wiedergabezeit von 10/60 min aus dem Gedächtnis aufzuschreiben.
Hier gibt es folgende Variationen :
Memorierphase 5 Min – Wiedergabe 15 Min bei Regionalen Meisterschaften
Memorierphase 30 Min – Wiedergabe 60 Min bei WM und DM

Rekorde:
5 Min – 15 Min

  • Deutscher Rekord : 751 Binärzahlen – Cornelia Beddies
  • Weltrekord : 780 Binärzahlen – Ben Pridmore (England)

30 Min – 60 Min

  • Deutscher Rekord : 3570 Binärzahlen – Gunther Karsten
  • Weltrekord : 4140 Binärzahlen – Ben Pridmore (England), WMC 2007 – Bahrain

Weiter Disziplinen sind:

Text und Abstract Images

6. Dezember 2006

Text:

Aufgabe: In 15 min müssen möglichst viele Wörter und alle vorkommenden Satzzeichen von einem Text (Sachtext oder ein sich nicht reimendes Gedicht) mit korrekter Schreibweise memoriert werden. Dafür stehen in jeder Zeile etwa 3 bis 8 Wörter/Satzzeichen. Der Text muß nicht nur sinngemäß memoriert werden, sondern 100%ig Wort für Wort gelernt werden. Nach den 15 min soll der Text in 30 min korrekt niedergeschrieben werden.

Rekorde:

  • Deutscher Rekord : 279 Punkte – Boris Nikolai Konrad
  • Weltrekord : 345 Punkte – Astrid Plessl (Österreich)

Die Disziplin wird bei der WM, DM & bei den Regionalen Meisterschaften so ausgeführt.

Abstract Images:

Aufgabe: In 15 min sollen möglichst viele Abstract Images in der richtigen Reihenfolge memoriert werden. Hier wird immer eine Zeile mit fünf Images gewertet. Nach den 15 min sollen die Images sortiert werden, pro Zeile. Dazu hat man auch 30 Miunten Zeit.
Rekorde:

  • Deutscher & Weltrekord : 276 Images Gunther Karsten

Die Disziplin Text wir nach und nach bei den Meisterschaften durch Abstract images ersetzt. Zur Zeit kann der Veranstalter noch wählen.

Weitere Disziplinen sind:

Spielkarten – Karten merken

4. Dezember 2006

Variante Kartensprint:

Aufgabe: Man hat maximal 5 min Zeit, um sich die Reihenfolge der Karten eines kompletten 52er-Kartenspiels einzuprägen. Dabei dürfen die Spielkarten nebeneinander oder aufeinander gelegt werden; ein wiederholten ansehen der Spielkarten ist erlaubt.
Ist man mit dem Einprägen der letzten Karte fertig, so wird die Zeit für den Wettkämpfer gestoppt (falls man weniger als 5 min benötigte).

Variante Karten nach Zeit:

Aufgabe: Man hat 10, 30 oder 60 min Zeit, um sich die Reihenfolge mehrer 52er-Kartenspiels einzuprägen. Dabei dürfen die Spielkarten nebeneinander oder aufeinander gelegt werden; ein wiederholten ansehen der Spielkarten ist erlaubt. Bei der Wiedergabe wird die Reihenfolge aufgeschrieben.

Hier gibt es folgende Variationen:

Memorierphase =5 Min – Wiedergabe 5 Min bei WM, DM und Regionalen Meisterschaften
Memorierphase 10 Min – Wiedergabe 20 Min bei “Sprint” Meisterschaften
Memorierphase 30 Min – Wiedergabe 60 Min bei DM
Memorierphase 60 Min – Wiedergabe 120 Min bei WM

Rekorde:

5 Min – 5 Min

  • Deutscher Rekord : 36.19 Sekunden – Clemens Mayer
  • Weltrekord : 26.38 Sekunden – Ben Pridmore (England)

10 Min – 20 Min

  • Deutscher Rekord : 197 Karten – Clemens Mayer
  • Weltrekord : 312 Karten – Ben Pridmore (England)

30 Min – 60 Min

  • Deutscher Rekord : 574 Karten – Gunther Karsten
  • Weltrekord : 832 Karten – Ben Pridmore (England), Deutsche Gedächtnismeisterschaft 2007 – Tuttlingen

60 Min – 120 Min

  • Deutscher Rekord : 941 Karten – Gunther Karsten
  • Weltrekord : 1404 Karten – Ben Pridmore (England)

Weiter Disziplinen sind:

Auditive Zahlen – gesprochene Zahlen

4. Dezember 2006

Aufgabe: im 1-Sekunden-Takt werden Ziffern vorgelesen. Die Schwierigkeit ist der Takt. Es besteht keine Möglichkeit, die Ziffern zu wiederholen. Daher ist diese Disziplin eine der schwierigsten. Es werden 200 Ziffern vorgelesen. Sobald ein Fehler bei der Wiedergabe ist wird bis zur letzten richtigen Ziffer gewertet. Die Wiedergabe Zeit beträgt 15 Minuten.

Rekorde:

  • Deutscher & Weltrekord : 202 Ziffern – Dr. Gunther Karsten

Weiter Disziplinen sind:

Historische Daten

4. Dezember 2006

Aufgabe: Es werden den Teilnehmern 120 Geschichts-/Zukunfts-Daten vorgelegt. Der Zeitraum liegt zwischen dem Jahr 1000-2099. Die (nicht authentischen!) Geschichtereignisse werden mit etwa 1-5 Wörtern umschrieben. Es stehen entweder alle 120 Jahres-/Ereignis-Kombinationen auf einer Seite, oder je 40-50 auf zwei Seiten. In 5 min sind möglichst viele solcher Jahres-/Ereignis-Kombinationen zu memorieren.

Rekorde:

Deutscher & Weltrekord : 110 Daten – Johannes Mallow (Deutschand), WMC 2008 Bahrain

Weiter Disziplinen sind:

Wörter – Freie Rede halten

4. Dezember 2006

Aufgabe: In 5 bzw 15 min müssen soviel Wörter wie möglich in der richtigen Reihenfolge und mit korrekter Schreibweise memoriert werden. Dafür sind jeweils 20 Wörter in einer Spalte aufgelistet. 4 Spalten, also 100 Wörter, sind auf einem Blatt Papier. 300 Wörter sind maximal vorgegeben. 15 bzw. 30 min hat man als Zeit zum Aufschreiben für die Wiedergabe.

Hier gibt es folgende Variationen:
Memorierphase 5 Min – Wiedergabe 15 Min bei “Sprint” Meisterschaften
Memorierphase 15 Min – Wiedergabe 30 Min bei WM, DM und regionalen Meisterschaften

Rekorde:

5 Min – 15 Min

  • Deutscher & Weltrekord : 81 Wörter – Johannes Mallow

15 Min – 30 Min

  • Deutscher & Weltrekord : 255 Wörter -Boris Nikolai Konrad

Weiter Disziplinen sind:

Namen und Gesichter – Namensgedächtnis

4. Dezember 2006

Aufgabe: In 15 min müssen möglichst viele Gesichter (in Farbe oder schwarz/weiß auf Glanzpapier gedruckt) mit den dazugehörigen Vor- und Nachnamen memoriert werden. Es werden etwa 90-100 Portraitphotos auf mehreren Blättern vorgegeben. Nun geht es darum, sich an möglichst viele Vor- bzw. Nachnamen zu erinnern. Für jede richtige Information (Vor- oder Nachname) gibt es einen Punkt.

Hier gibt es folgende Variationen:

Memorierphase 5 Min – Wiedergabe 15 Min bei Regionalen Meisterschaften
Memorierphase 15 Min – Wiedergabe 30 Min bei WM und DM

Rekorde:
5 Min – 10 Min

  • Deutscher & Weltrekord : 71 Punkte – Boris Nikolai Konrad
    Deutscher & Weltrekord : 71 Punkte – Clemens Mayer

15 Min – 30 Min

  • Deutscher & Weltrekord : 181 Punkte – Clemens Mayer

Weiter Disziplinen sind:

Mädchen haben das bessere Gedächtnis

19. November 2006

Biberach an der Riß (dpa) Fünf der sechs besten jugendlichen Gedächtniskünstler in Deutschland sind Mädchen. Bei der 9. Deutschen Gedächtnismeisterschaft der Junioren in Biberach an der Riß (Baden- Württemberg) holte sich am Samstag die Favoritin Katharina Bunk (15) aus Bad Wörishofen in Bayern erneut den Titel “Deutsche Junioren- Gedächtnismeisterin”.

Katharina Bunk merkte sich 160 Ziffern, die im Abstand von nur einer Sekunde vorgelesen wurden. In der Disziplin “Datensprint” merkte sie sich in nur fünf Minuten 51 fiktive Geschichtsdaten. Mit diesen Werten hat die Bayerin auch gute Chancen auf den Weltmeistertitel 2007, der in London ermittelt wird. Die beste Gedächtnissportlerin in der Altersgruppe bis zwölf Jahren war Anna Sophie Barwinski (12) aus Neuenrade (Nordrhein-Westfalen).
20 Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 17 Jahren nahmen an den Meisterschaften teil. Gedächtnistrainer Klaus Kolb, der Veranstalter der Gedächtnismeisterschaften, war von den Leistungen der jungen Teilnehmern überzeugt: “Diese Ergebnisse zeigen, dass ein exzellenter Nachwuchs heranwächst. So werden auch in Zukunft die deutschen Gedächtnissportler weiterhin an der Weltspitze mitmischen.”

Quelle: Märkische Oderzeitung

Hauptsache nicht gewöhnlich

6. November 2006

Von Katrin Zöfel / SZ vom 6.11.2006

Sie müssen sich die Abfolge von Pokerkarten, hundert gesprochene Zahlen oder Gesichter plus Namen merken: Gedächtnissportler. Die besten von ihnen aus Deutschland, Österreich und England haben sich gestern in einem Hotel in Weilimdorf gemessen.
Gedächtnismeister messen sich

Artikel aus der Stuttgarter Zeitung vom 06.11.2006
Die 05 steht für TV-Richterin Barbara Salesch, wahlweise für eine Lee-Jeans. Die Zahl 24 symbolisiert einen Hofnarren oder eine Narrenkappe. Will Physikstudent Boris Konrad sich die Zahlenkombination 0524 merken, stellt er sich Barbara Salesch mit einer Narrenkappe vor. Für die 2405 erscheint vor seinem inneren Auge ein Hofnarr, der gerade dabei ist, sich in eine Lee-Jeans zu zwängen. “Jeder entwickelt sein eigenes System, um sich die Dinge zu merken”, erklärt Konrad. Je ungewöhnlicher die Eselsbrücke, desto besser funktioniere sie.
Konrad ist Präsident des Vereins MemoryXL, Deutschlands größtem Verein für Gedächtnis-Training. Zudem ist er Organisator der offenen Gedächtnismeisterschaften, die gestern im Holiday Inn in Weilimdorf stattgefunden haben. Selbst aus England und Österreich reisten die Wettkämpfer an. Monatelang haben die 20 Startenden trainiert, um im Wettbewerb die Reihenfolge von Pokerkarten blitzschnell aufzunehmen und wiederzugeben oder sich lange Zahlenreihen einzuprägen. Die Regeln im Wettkampf sind streng: Macht man in der langen Reihe von hundert Zahlen einen Fehler, zählen nur die bis dahin gemerkten Ziffern als richtig. Schleicht sich in der Kartenabfolge der Pokerkarten ein Fehler ein, vergibt die Jury die halbe Punktzahl. Zwei Fehler lassen die Punktzahl auf Null sinken.

“Das meiste ist Handwerk”, erklärt Physik-Student Konrad. Jeder, der sich die richtige Technik aneigne, könne schon bald echte Erfolge erreichen. “Man muss kein Zahlengenie sein, um sein Gedächtnis zu trainieren.” Konrad stieß im Internet auf MemoryXL. “Ich war kurz vor dem Abitur und wollte meine Lerntechnik verbessern”, erzählt er. Konrad blieb dabei und hält inzwischen den Weltrekord im Wörter memorieren. Er darf sich sogar Gedächtnisgroßmeister nennen.
Die Technik, Zahlen und Gegenstände miteinander zu verknüpfen – wie die 05 mit der Lee-Jeans – ist für einen Gedächtnissportler nur der erste Schritt. Die Reihenfolge von Zahlen prägt er sich ein, indem er sich auf einen imaginären Spaziergang zum Beispiel von seiner Haustüre zur Tür des besten Freundes begibt. “Was sich dort am Wegesrand findet, merkt man sich in der richtigen Reihenfolge”, erläutert Konrad. Taucht die 05 im Wettkampf auf, denkt sich Konrad blitzschnell eine Geschichte aus, warum die Lee-Jeans am Gartenzaun seiner Eltern auftauchen könnte. Folgt im Wettbewerb die 24, legt Konrad die Narrenkappe in Gedanken am Kiosk ab, der neben dem Garten steht.
Gedächtnissport ist viel kreativer als zum Beispiel Schach”, sagt Ben Pridmore. Der Engländer führt die Weltrangliste der Gedächtnissportler an. Beim Schach sei schon längst festgelegt, welche Wege die Figuren gehen könnten, im Gedächtnissport baue jeder sein eigenes System: “Es geht wirklich um Kreativität.” Der Engländer gehört zu den großen Alten des Wettbewerbs. 2000 stieß er auf den Mentalsport, 2002 beschloss Pridmore, Gedächtnisweltmeister zu werden, 2004 hatte er es geschafft. Warum es ihm gelang, und anderen nicht? “Man muss die richtige Art von Gehirn haben”, sagt der 30-Jährige. “Aber ich bin lange nicht mehr so gut, wie ich mal war.” An Wettkämpfen nimmt er immer noch teil, nicht nur aus Ehrgeiz: “Man trifft nette Menschen, das sind ganz besondere Charaktere.
An diesem Abend entscheidet Gedächtnisweltmeister Clemens Mayer den Wettkampf für sich. “Es war knapp, sehr knapp”, sagt der 21-jährige Jura-Student aus München im Rückblick. Erst die Königsdisziplin brachte ihm den sicheren Sieg: er merkte sich die Reihenfolge von 52 Pokerkarten, und das in gerade mal 49,8 Sekunden. Der aktuelle Weltrekord liegt bei 31,0 Sekunden.

Quelle: Katrin Zöfel / Stuttgarter Zeitung vom 06.11.2006

“Angelnde Maus auf der Türklinke”

23. Oktober 2006

Clemens Mayer, 21, ist Gedächtnisweltmeister 2006. Der Münchner Jurastudent setzte sich in London im Zehnkampf der Merkdisziplinen durch. Im Interview verrät er, wie man sich 1600 Ziffern einprägt und warum der Merk-Turbo bei Ärger oder Freude erst richtig zündet.

Clemens Mayer
Mayer: Gedächtnissportler verbinden dazu die Zahlen mit Bildern und fügen die Bilder zu einer Geschichte zusammen. Jede zweistellige Zahl von 00 bis 99 ist für mich ein Symbol, die 14 beispielsweise der Affe, die 35 der Sportkletterer oder die 47 die Maus. Die Symbole sind fix, die Zahlenreihen natürlich nicht. Also ergibt jede Zahlenreihe eine neue Geschichte. Um nicht durcheinander zukommen, schreite ich im Geiste einen Weg ab, zum Beispiel durch meine Wohnung.

UniSPIEGEL: Wie sieht die Geschichte dann aus?

Mayer: Die Ziffernfolge beginnt beispielsweise mit 47 99 58. Die Zahl 99 ist für mich eine Angel, 58 Papier: Ich betrete meine Wohnung, auf der ersten fixen Station, der Türklinke, sitzt eine angelnde Maus. Dann gehe ich weiter zum Kleiderständer, der ist aus Papier und bricht zusammen, als ich die Jacke aufhängen will. Ich ärgere mich fürchterlich.

UniSPIEGEL: Warum der Ärger?

Mayer: Wer sich ärgert oder freut oder traurig ist, schaltet den Merk-Turbo ein. Das Gehirn kann sich viel besser an Situationen und Bilder erinnern, die mit Emotionen aufgeladen sind.

UniSPIEGEL: Eine WM-Disziplin ist, Binärzahlen zu memorieren. Nullen und Einsen lassen nicht viel Raum für Geschichten, oder?

Mayer: Doch, ich teile dazu die Zahl in Pakete von sechs Ziffern auf. Sechsmal die Null ist für mich ein Fußball, sechsmal die Eins eine Katze. 111111000000 ist also eine Katze, die Fußball spielt.

UniSPIEGEL: Woran erinnern Sie sich am liebsten?

Mayer: Meine Lieblingsdisziplin heißt “Namen und Gesichter”: Hier bekommen wir 100 Porträtfotos mit den dazugehörigen Namen gezeigt, später nur noch die Bilder in völlig veränderter Reihenfolge. Ich konnte in 15 Minuten 90 Porträts die richtigen Vor- und Nachnamen zuordnen, das ist Weltrekord.

UniSPIEGEL: Mit welcher Technik?

Mayer: Wieder mit Bildern, die ich mit einem auffälligen Merkmal verbinde. Eine Frau mit einer Perlenkette hieß zum Beispiel Inga Rabe. Das passende Bild war für mich also ein Rabe, der zur Frau hinfliegt und die Kette aufpickt – und der Rabe ist schadenfroh, er lacht sogar, als er sich davonmacht.

UniSPIEGEL: Können Sie noch normal mit Menschen reden, ohne sich Merkmale einzuprägen und sie mit Namen zu kombinieren?

Mayer: Ja. Wenn ich mir den Namen aber merken will, dann gelingt mir das. Genauso wie Handy-Nummern, falls nichts zum Schreiben zur Hand ist.

UniSPIEGEL: So ein Gedächtnis muss im Studium ungemein hilfreich sein, besonders in Jura.

Mayer: Es gibt mir schon Sicherheit, die Systematik im Griff zu haben, und das mit wenig Lernaufwand.

UniSPIEGEL: Was können vergesslichere Studenten von den Leistungssportlern lernen?

Mayer: Das Gedächtnis lässt sich durch Übung trainieren wie die Beine durch Radfahren. Am Anfang war ich schon froh, als ich mir eine zehnstellige Zahl merken konnte. Insgesamt lassen sich Texte besser einprägen, wenn man kreativ lernt und sie mit Leben füllt.

Quelle: UniSpiegel

Sudokuwette bei Wetten dass?

30. September 2006

Am 30. September 2006 begann die neue Staffel von Wetten, daß…? Die beliebteste und bekannteste Show im deutschen Fernsehen hat immer wieder Gedächtniswetten präsentiert. An diesem Samstag war MemoryXL- Gedächtnissportler Boris Nikolai Konrad in der Livesendung zu Gast. Er hatte dort zwei Minuten Zeit, sich fünf ungelöste Sudoku-Rätsel, das berühmte japanische Ziffernspiel, anzusehen. Direkt im Anschluß mußte er in nur vier Minuten aus 100 Lösungen die passenden heraussuchen.

Diese großartige Gedächtnisleistung schaffte er mit Bravour. Nicht nur Moderator Thomas Gottschalk und die Wettpaten staunten über diese Fähigkeiten, auch ganz Deutschland fragte sich wieder einmal, wie so etwas möglich ist! Der 2002 gegründete, gemeinnützige Verein MemoryXL e.V. setzt sich für die Verbreitung von Mnemotechniken ein, denn in der Tat kann mit den richtigen Techniken und etwas Übung jeder (!)solche “Gedächtniswunder” vollbringen. Wir haben für Sie unsere besten Tipps in einem PDF-Dokument zusammengestellt, das sie sich von dieser Seite hier herunterladen können. Ebenfalls finden Sie hier unseren kostenlosen Gedächtnistrainer. Wir erheben hierfür keine Gebühr und auch die weitere Nutzung ist kostenfrei.

Sudoku Wette

30. September 2006

Wetten, dass…? In der 163. Sendung am 30.09.2006 in Karlsruhe wettete Boris Nikolai Konrad aus Hattingen, dass er sich fünf ungelöste Sudokus einprägen kann und diese aus 100 gelösten Sudoku-Rätseln wiedererkennt.

Auf die Wette kam Boris Konrad als überlegte wie man Gedächtnistraining und Sudoku kombinieren könnte. Zuerst wollte er einfache Rätsel im Kopf lösen, aber das dauert zu lange. Daraufhin kam ihm die Idee, dass er sich ungelöste Rätsel einpräge und unter 100 gelösten Sudoku-Rätseln wiedererkennen könnte.

Die Wettpaten Oliver Kahn und Sönke Wortmann tippen: Ja, er schafft es.
Sie hatten recht.

Fräulein Beddies hat ‘ne Menge Grips

6. September 2006

Können Sie sich die folgende Kette aus 50 Binärzahlen merken? 0010110011 0110011011 0100011111 0100001010 0011101001. Zu schwierig? Cornelia Beddies kann sich eine Zahlenfolge merken, die aus mehr als zweieinhalbtausend Einsen und Nullen besteht. Kein Wunder, dass die Pfullingerin Gedächtnisweltmeisterin ist – mit gerade mal 17 Jahren. Bei der 15. Gedächtnis-WM in London im August landete Beddies auf dem sechsten Platz – und war damit die beste Frau.

“Ich habe vor zwei Jahren auf RTL die Grips-Show mit Günther Jauch gesehen. Die Zuschauer konnten bei vielen Gedächtnisaufgaben mitmachen. Ich habe nicht schlecht abgeschnitten – und danach begonnen, mein Gedächtnis regelmäßig zu trainieren.” Beddies besorgte sich die Bücher eines Gedächtnissportlers, der selbst sieben Mal deutscher Meister war. Und siehe da, die Anstrengungen der Gymnasiastin trugen Früchte: Bereits bei der WM 2005 konnte sie sich den dritten Platz in der Juniorenklasse sichern.

2006 hat Beddies nun bereits bei den Erwachsenen mitgemacht – und vor allem in einer Disziplin geglänzt: “Binärzahlen merken ist meine Lieblingsaufgabe, da bin ich wirklich gut.” In einer halben Stunde konnte sie sich eine Reihe von 2521 Einsern und Nullen merken – und landete hier auf Platz 4. Auch in den anderen neun Disziplinen schnitt Beddies bei den drei Tagen langen Wettkämpfen gut ab: Eine weitere willkürliche Zahlenabfolge, dieses mal aus allen Zahlen von 0 bis 9 bestehend, konnte Beddies bis zur 1278sten Ziffer memorieren. Oder: In gerade 15 Minuten prägte sie sich 105 Porträtfotos mit den dazu gehörenden Vor- und Nachnamen ein.

Nervös wird Beddies allerdings, wenn es um das Merken von Spielkarten geht. “Das verzittere ich regelmäßig.” Trotzdem: In einer Stunde konnte sie sich die Abfolge von mehr als 14 Karten-Stapeln merken – das sind mehr als 700 Spielkarten.

Kein Wunder, dass die Gymnasiastin besonders gut in Naturwissenschaften abschneidet – und damit das Klischee widerlegt, diese Fächer seien nur Männersache. Wobei: Bei der Gedächtnis-WM waren bei 33 Teilnehmern nur zehn Frauen dabei. “Ich könnte jetzt natürlich sagen, dass Männer eine bessere Begabung haben – aber da würde ich mir ja nur selbst schaden”, lacht Beddies. Gedächtnistraining ist übrigens nicht ihr einziges Hobby. Gerne geht sie auch Inline-Skaten, Radfahren – oder einfach nur mit Freunden aus. Die sind begeistert, dass ihre Freundin mit Grips nun ein Jahr lang den weltmeisterlichen Titel trägt.

Quelle: Stuttgarter Zeitung

Deutschland ist Weltmeister 2006

21. August 2006

Auf der Gedächtnisweltmeisterschaft 2006, die vom 19. bis 21. August im Imperial College in London (England) stattfand, konnte das aus 7 MemoryXL- Gedächtnissportlern bestehende deutsche Team an den großen Vorjahreserfolg anknüpfen und die Titel verteidige. Auf der offiziellen Gedächtnisweltmeisterschaft, welche vom 19. bis zum 21. August im Imperial College in London bereits zum 15. ausgetragen wurde, konnte die deutsche Gedächtnisnationalmannschaft erreichen, was die Fußballer knapp verpassten: Sie ist Weltmeister geworden.

In 10 verschiedenen Merkdisziplinen, wie dem Memorieren von Ziffern, Namen oder Spielkarten, verglichen die insgesamt 33 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fähigkeiten! Ausrichter ist das World Memory Sports Council (WMSC) unter Leitung des berühmten britischen Gedächtnisexperten Tony Buzan.

Deutschland stellte 7 Teilnehmer, welche alle beim Verein MemoryXL e.V. trainieren. 2002 gegründet setzt sich dieser für die Verbreitung der Merktechniken, unter anderem in Schulen ein.

Nach drei Kräftezehrenden Tagen und zahlreichen Wechseln an der Spitze stieg Clemens Mayer (21), Student aus Brannenburg, auf den höchsten Platz des Podiums und wurde Gedächtnisweltmeister 2006!

Auch die deutsche Nationalmannschaft war erfolgreich: In der Nationenwertung werden die besten drei Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeder gestarteten Nation gewertet und Clemens Mayer, Dr. Gunther Karsten (44, Erfurt) und Boris Konrad (22, Hattingen) waren am besten! Hochdünn vor England konnte der Titel Mannschaftsweltmeister verteidigt werden. Als wäre das noch nicht genug, konnte auch Corelia Beddies (17, Pfullingen) auftrumpfen und wurde als Gesamt-Sechste Frauenweltmeisterin!

Bei den Junioren (Jahrgang 1989 und jünger) wurde Christof Beierle (16, Meinerzhagen) vor Tim Gehrken (13, Witten) Zweiter. Beide wurden nur geschlagen durch Corinna Draschl (16) aus Österreich.

Die Europäische Gesellschaft zur Förderung des Gedächtnisses e.V. wurde im Jahr 2002 nahe Weimar gegründet. Mit viel Enthusiasmus und Engagement sind wir die große Herausforderung angegangen, eine bundesweite Plattform für das Gedächtnistraining zu schaffen.

Wir wollen ähnlich dem Deutschen Schachverband möglichst viele begeisterte Anhänger der Gedächtnistechniken und des Gedächtnissports unter einem Dach vereinen. Als Verein mit anerkannter Gemeinnützigkeit verfolgen wir ideelle, und keine wirtschaftlichen Ziele.

Als Verein möchten wir etwas Positives in dieser Welt bewirken und haben viele Visionen für die Zukunft. Neben zahlreichen anderen, haben wir zwei wichtige Ziele in unserer Satzung fest verankert:

Zum einen werden wir die teilweise bereits vor Jahrhunderten erfundenen Techniken möglichst vielen Menschen, vor allem aber an Schüler vermitteln. Hierzu bilden wir Lehrer und andere Interessierte aus, die ihrerseits in Arbeitsgruppen an Schulen die Techniken an Jugendliche weitergeben. Zur Unterstützung haben wir umfangreiche, didaktisch durchdachte Arbeitsunterlagen erstellt.

Viele von uns hätten sich gewünscht, schon in der Schulzeit und Ausbildung diese äußerst effektiven Lernmethoden gekannt zu haben. Um wie viel leichter wäre es uns damals gefallen, beispielsweise Geschichtsdaten oder Vokabeln zu lernen und dabei auch noch Spaß zu haben. Das Wissen der Menschheit nimmt im rasantem Tempo zu: Es verdoppelt sich innerhalb von 10 Jahren!! Vielleicht ist es in ferner Zukunft sogar erforderlich, Gedächtnistraining als Pflichtschulfach einzuführen. Schließlich werden an die Menschen von morgen immer höhere Anforderungen gestellt – immer mehr Informationen müssen aufgenommen werden und abrufbar sein.

Zum zweiten bieten wir regelmäßig regionale und nationale (die deutsche Gedächtnismeisterschaft wird ausgerichtet von der GGK e.V.) sowie zu einem späteren Zeitpunkt auch internationale (z.B. europäische) Meisterschaften an. Viele von uns haben bereits an solchen Wettkämpfen teilgenommen und den Reiz und Spaß entdeckt, sich gegenseitig zu messen und zu immer neuen Rekorden anzustacheln. Wie in den körperlichen Sportarten auch wird sich das Gedächtnistraining immer mehr zu einer breiteren Bewegung entwickeln, bei der „Leistungssportler“ die Möglichkeiten des menschlichen Gedächtnisses aufzeigen und Deutschland im internationalen Vergleich vertreten.

Selbstverständlich schließt dieses Ziel auch ein, Personen mit körperlichem Handicap (z.B. Blinde) die Teilnahme an Wettkämpfen zu ermöglichen: Denn im Mentalsport misst man sich mit seinem Geist und nicht mit der körperlichen Hülle!

Wir freuen uns, auf unserem Weg bereits ein gutes Stück vorangekommen zu sein und sehen sehr gespannt und motiviert in die Zukunft.

Wir freuen uns über jeden Menschen, der unsere Ziele teilt.

Wir heißen auch Sie gern in unserer Organisation willkommen, unabhängig davon, ob Sie sich aktiv einbringen möchten, vielleicht sogar der kommende Nord- oder Süddeutsche Meister werden oder uns passiv unterstützen möchten.

In diesem Sinne schließen wir mit dem Startsignal der Meisterschaften:

Neurons-on-the-ready… Go!!

Michael Gloschewski

Vize-Präsident MemoryXL

Zahlen – Zahlengedächtnis

4. Juli 2006

Aufgabe: In 5 min sind möglichst viele Ziffern einzuprägen. Die Ziffern sind zeilenweise auf einem weißen Blatt angeordnet, wobei 40 Ziffern in einer Zeile stehen; jedes Blatt zeigt 25 Zeilen, also 1.000 Ziffern. Fast unmittelbar nach der Einprägzeit und der Rückgabe des Zahlenblattes sind die memorierten Ziffern in der Wiedergabezeit von 15 min aus dem Gedächtnis aufzuschreiben.

Hier gibt es folgende Variationen:
Memorierphase 5 Min – Wiedergabe 15 Min bei WM, DM und Regionalen Meisterschaften
Memorierphase 15 Min – Wiedergabe 30 Min bei “Sprint” Meisterschaften
Memorierphase 30 Min – Wiedergabe 60 Min bei DM
Memorierphase 60 Min – Wiedergabe 120 Min bei WM

Rekorde:

5 Min – 15 Min

  • Deutscher & Weltrekord : 405 Zahlen – Johannes Mallow, WMC 2008 Bahrain

15 Min – 30 Min

  • Deutscher & Weltrekord : 700 Zahlen – Clemens Mayer

30 Min – 60 Min

  • Deutscher & Weltrekord : 1040 Zahlen – Clemens Mayer

60 Min – 120 Min

  • Deutscher & Weltrekord : 1949 Zahlen – Gunther Karsten

Weiter Disziplinen sind:

Ass oder Dame – die Karten im Kopf

18. August 2005

Der Hattinger Boris Konrad nimmt an der Gedächtnis-WM in Oxford teil. Er ist ein Jongleur der Daten. Das “Superhirn” glänzte schon bei “Wetten, dass . . .” Schon mal in knapp 30 Sekunden die richtige Reihenfolge eines Kartenspiels mit 52 Blatt gemerkt? Nein? Unmöglich? Falsch! Der Hattinger Boris Konrad kann es- und deshalb nimmt er an diesem Wochenende an der Gedächtnis-Weltmeisterschaft in Oxford teil. Einen Zehnkampf wird der 21-Jährige bewältigen müssen. Zum Beispiel die Disziplin “Historische Daten”, in der er sich binnen fünf Minuten so viele fiktive Geschichtsdaten (Jahreszahlen und Ereignisse) wie möglich merken muss.

Oder die Disziplin “Wörter” – hier geht es darum, sich in einer Viertelstunde Wörter einzuprägen, die in keinerlei Zusammenhang stehen. In beiden Kategorien schnitt Konrad beider Deutschen Gedächtnis-Meisterschaften Darmstadt am besten ab. Insgesamt wurde er Dritter. Nur. Denn vor allem in seiner Lieblings-Disziplin, “Kartenspiel”, klappte es überhaupt nicht.Vor drei Jahren hat Boris Konrad den Gedächtnissport im Fernsehen entdeckt. “Danach habe ich mir alles mit Büchern selbst beigebracht.” Kurz vor dem Abitur war das, heute studiert er Physik und Informatik.

Hilft ihm die Technik also auch bei Prüfungen? “Gar nicht. Die Technik ist ja, sich etwas auf einem gewissen Weg einzuprägen. Und wenn man diesen Weg in einer Prüfung drei Minuten entlanggeht, sagt der Professor:Ihr Weg ist aus der Tür raus.” In Oxford will er seinen Weg wieder gehen, bei der 17. WM. Titelchancen? “Na, wenn man weiß, dass bisher immer Engländer gewonnen haben, glaubt man eher nicht daran.” Zumal auch die Konkurrenz aus Deutschland, dem teilnehmerstärksten Land, sehr groß ist.

Auf der Insel wurde der Gedächtnissport vor 20 Jahren erfunden, hier trifft sich die Elite Jahr für Jahr wieder. Mal in London, mal in Manchester, jetzt in der Universitätsstadt Oxford. Ein historischer Rahmen, in dem manch einer nervös wird. Nicht Boris Konrad. “Ist ja kein Fernsehen dabei”, sagt er. Das war im März 2004 ganz anders – damals hatte er nämlich einen großen Auftritt bei “Wetten, dass . . .?”. Fast 16 Millionen Zuschauer staunten, wie sich das Superhirn an 50 Tischen merkte, in welcher Ordnung Menschen mit Mineralwasser, Orangensaft und Rotwein im Glas sowie Pommes, Bratwurst und einem halben Hähnchen auf dem Teller zusammensaßen. 3000 Euro gewann er bei Gottschalk – so viel gibt es bei einer Weltmeisterschaft nicht.

Quelle: WAZ

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