Ankündigung der Gedächtnis-Weltmeisterschaft 2008 in Bahrain

18. Oktober 2008

Die erste Gedächtnisweltmeisterschaft fand 1990 in London statt. Bis 2003 blieb die WMC auch in London und wanderte 2003 nach Kuala Lumpur, Malaysia. England war dann 2004 mit Manchester, 2005 mit Oxford und 2006 London wieder Ausrichter der Gedächtnisweltmeisterschaft. Das Interesse am Gedächtnissport stieg nicht nur in Europa, sondern weltweit. Die Ausrichtung in Bahrain ist ein Beleg dafür. Die Teilnehmer kommen nicht nur aus Europa, sondern werden internationaler. Mit China, Indien und Japan kommen nun mehrere Gedächtnissportler aus Asien. Es werden damit wirkliche “Weltmeisterschaften” und nicht mehr nur 3 Länderkämpfe. Die drei stärksten Nationen waren immer England, Deutschland und Österreich. Die Konkurrenz wird in den nächsten Jahren sicher sprunghaft steigen.

Erst im Jahre 2005 gelang es den deutschen Gedächtnissportlern, die Serie der englischen Siege zu beenden. Clemens Meyer wurde 2005 und 2006 Gedächtnisweltmeister. In beiden Jahren gelang es auch Deutschland, die Nationenwertung zu gewinnen. Ein Team besteht dabei aus den jeweils besten 3 Sportlern aus jedem teilnehmenden Land. 2005 und 2006 waren die drei besten deutschen Sportler: Clemens Mayer, Dr. Gunther Karsten und Boris Konrad. Die Weltmeisterschaften werden in 10 verschiedenen Disziplinen ausgetragen, ähnlich wie beim Zehnkampf in der Leichtathletik.

Es werden bestimmt sehr spannende Wettkämpfe, die vom 31. August – 2. September 2007 im Crowne Plaza Hotel in Manama, Bahrain stattfinden. Die Gedächtniskünstler werden sich messen und die Chancen, die Titel zu verteidigen, stehen gut. Gunther Karsten reist als Weltranglisten-Erster nach Bahrain. Er stellte einen neuen Punkterekord bei der Deutschen Gedächtnismeisterschaft in Tuttlingen auf. Die anderen deutschen Gedächtnissportler präsentierten sich bei der deutschen Gedächtnismeisterschaft auch in sehr guter Form. Es werden 6 Deutsche Gedächtniskünstler, alle vom Verein MemoryXL, nach Bahrain fliegen und um die Preisgelder von insgesamt 30.000 US-Dollar kämpfen.

Gedächtnisweltmeisterschaft WMC in Bahrain

27. August 2007

Am nächsten Wochenende findet die Gedächtnisweltmeisterschaft World MemoryChampionchips – WMC – statt. Dieses Mal fahren die Gedächtnissportler ins Königreich Bahrain in die Hauptstadt Manama.

Die Gedächtnisweltmeisterschaft fand das erste Mal in der englischen Hauptstadt London 1990 statt. Tony Buzan richtet die WMC aus und ruft jährlich alle Gedächtnissportler zum Wettkampf auf. Bis 2003 blieb die WMC auch in London und ging erst 2003 nach Kuala Lumpur, Malaysia. England war dann 2004 mit Manchester, 2005 mit Oxford und 2006 London wieder Ausrichter der Gedächtnisweltmeisterschaft. Das Interesse am Gedächtnissport stieg nicht nur in Europa, sondern weltweit. Die Ausrichtung in Bahrain ist ein Beleg dafür.

Die Teilnehmer kommen nicht nur aus Europa, sondern werden internationaler. Mit China, Indien und Japan kommen nun mehrere Gedächtnissportler aus Asien. Es werden damit wirkliche “Weltmeisterschaften” und nicht mehr nur 3 Länderkämpfe. Die drei stärksten Nationen waren immer England, Deutschland und Österreich. Die Konkurrenz wird in den nächsten Jahren sicher sprunghaft steigen.

Erst im Jahre 2005 gelang es den deutschen Gedächtnisportlern, die Serie der englischen Siege zu beenden. Clemens Meyer wurde 2005 und 2006 Gedächtnisweltmeister. In beiden Jahren gelang es auch Deutschland, die Nationenwertung zu gewinnen. Ein Team besteht dabei aus den jeweils besten 3 Sportlern aus jedem teilnehmenden Land. 2005 & 2006 waren die 3 besten deutschen Sportler: Clemens Mayer, Dr. Gunther Karsten und Boris Konrad. Die Weltmeisterschaften werden in 10 verschiedenen Disziplinen ausgetragen, ähnlich wie beim Zehnkampf in der Leichtathletik.

Es werden bestimmt sehr spannende Wettkämpfe, die vom 31. August – 2. September 2007 im Crowne Plaza Hotel in Manama, Bahrain stattfinden. Die Gedächtniskünstler werden sich messen und die Chancen, die Titel zu verteidigen, stehen gut. Gunther Karsten reist als Weltranglisten-Erster nach Bahrain. Er stellte einen neuen Punkterekord bei der Deutschen Gedächtnismeisterschaft in Tuttlingen auf. Die anderen deutschen Gedächtnissportler präsentierten sich bei der deutschen Gedächtnismeisterschaft auch in sehr guter Form. Es werden 6 Deutsche Gedächtniskünstler, alle vom Verein MemoryXL, nach Bahrain fliegen und um die Preisgelder von insgesamt 30.000 US-Dollar kämpfen.

Hauptsache nicht gewöhnlich

6. November 2006

Von Katrin Zöfel / SZ vom 6.11.2006

Sie müssen sich die Abfolge von Pokerkarten, hundert gesprochene Zahlen oder Gesichter plus Namen merken: Gedächtnissportler. Die besten von ihnen aus Deutschland, Österreich und England haben sich gestern in einem Hotel in Weilimdorf gemessen.
Gedächtnismeister messen sich

Artikel aus der Stuttgarter Zeitung vom 06.11.2006
Die 05 steht für TV-Richterin Barbara Salesch, wahlweise für eine Lee-Jeans. Die Zahl 24 symbolisiert einen Hofnarren oder eine Narrenkappe. Will Physikstudent Boris Konrad sich die Zahlenkombination 0524 merken, stellt er sich Barbara Salesch mit einer Narrenkappe vor. Für die 2405 erscheint vor seinem inneren Auge ein Hofnarr, der gerade dabei ist, sich in eine Lee-Jeans zu zwängen. “Jeder entwickelt sein eigenes System, um sich die Dinge zu merken”, erklärt Konrad. Je ungewöhnlicher die Eselsbrücke, desto besser funktioniere sie.
Konrad ist Präsident des Vereins MemoryXL, Deutschlands größtem Verein für Gedächtnis-Training. Zudem ist er Organisator der offenen Gedächtnismeisterschaften, die gestern im Holiday Inn in Weilimdorf stattgefunden haben. Selbst aus England und Österreich reisten die Wettkämpfer an. Monatelang haben die 20 Startenden trainiert, um im Wettbewerb die Reihenfolge von Pokerkarten blitzschnell aufzunehmen und wiederzugeben oder sich lange Zahlenreihen einzuprägen. Die Regeln im Wettkampf sind streng: Macht man in der langen Reihe von hundert Zahlen einen Fehler, zählen nur die bis dahin gemerkten Ziffern als richtig. Schleicht sich in der Kartenabfolge der Pokerkarten ein Fehler ein, vergibt die Jury die halbe Punktzahl. Zwei Fehler lassen die Punktzahl auf Null sinken.

“Das meiste ist Handwerk”, erklärt Physik-Student Konrad. Jeder, der sich die richtige Technik aneigne, könne schon bald echte Erfolge erreichen. “Man muss kein Zahlengenie sein, um sein Gedächtnis zu trainieren.” Konrad stieß im Internet auf MemoryXL. “Ich war kurz vor dem Abitur und wollte meine Lerntechnik verbessern”, erzählt er. Konrad blieb dabei und hält inzwischen den Weltrekord im Wörter memorieren. Er darf sich sogar Gedächtnisgroßmeister nennen.
Die Technik, Zahlen und Gegenstände miteinander zu verknüpfen – wie die 05 mit der Lee-Jeans – ist für einen Gedächtnissportler nur der erste Schritt. Die Reihenfolge von Zahlen prägt er sich ein, indem er sich auf einen imaginären Spaziergang zum Beispiel von seiner Haustüre zur Tür des besten Freundes begibt. “Was sich dort am Wegesrand findet, merkt man sich in der richtigen Reihenfolge”, erläutert Konrad. Taucht die 05 im Wettkampf auf, denkt sich Konrad blitzschnell eine Geschichte aus, warum die Lee-Jeans am Gartenzaun seiner Eltern auftauchen könnte. Folgt im Wettbewerb die 24, legt Konrad die Narrenkappe in Gedanken am Kiosk ab, der neben dem Garten steht.
Gedächtnissport ist viel kreativer als zum Beispiel Schach”, sagt Ben Pridmore. Der Engländer führt die Weltrangliste der Gedächtnissportler an. Beim Schach sei schon längst festgelegt, welche Wege die Figuren gehen könnten, im Gedächtnissport baue jeder sein eigenes System: “Es geht wirklich um Kreativität.” Der Engländer gehört zu den großen Alten des Wettbewerbs. 2000 stieß er auf den Mentalsport, 2002 beschloss Pridmore, Gedächtnisweltmeister zu werden, 2004 hatte er es geschafft. Warum es ihm gelang, und anderen nicht? “Man muss die richtige Art von Gehirn haben”, sagt der 30-Jährige. “Aber ich bin lange nicht mehr so gut, wie ich mal war.” An Wettkämpfen nimmt er immer noch teil, nicht nur aus Ehrgeiz: “Man trifft nette Menschen, das sind ganz besondere Charaktere.
An diesem Abend entscheidet Gedächtnisweltmeister Clemens Mayer den Wettkampf für sich. “Es war knapp, sehr knapp”, sagt der 21-jährige Jura-Student aus München im Rückblick. Erst die Königsdisziplin brachte ihm den sicheren Sieg: er merkte sich die Reihenfolge von 52 Pokerkarten, und das in gerade mal 49,8 Sekunden. Der aktuelle Weltrekord liegt bei 31,0 Sekunden.

Quelle: Katrin Zöfel / Stuttgarter Zeitung vom 06.11.2006

Deutschland ist Weltmeister 2006

21. August 2006

Auf der Gedächtnisweltmeisterschaft 2006, die vom 19. bis 21. August im Imperial College in London (England) stattfand, konnte das aus 7 MemoryXL- Gedächtnissportlern bestehende deutsche Team an den großen Vorjahreserfolg anknüpfen und die Titel verteidige. Auf der offiziellen Gedächtnisweltmeisterschaft, welche vom 19. bis zum 21. August im Imperial College in London bereits zum 15. ausgetragen wurde, konnte die deutsche Gedächtnisnationalmannschaft erreichen, was die Fußballer knapp verpassten: Sie ist Weltmeister geworden.

In 10 verschiedenen Merkdisziplinen, wie dem Memorieren von Ziffern, Namen oder Spielkarten, verglichen die insgesamt 33 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fähigkeiten! Ausrichter ist das World Memory Sports Council (WMSC) unter Leitung des berühmten britischen Gedächtnisexperten Tony Buzan.

Deutschland stellte 7 Teilnehmer, welche alle beim Verein MemoryXL e.V. trainieren. 2002 gegründet setzt sich dieser für die Verbreitung der Merktechniken, unter anderem in Schulen ein.

Nach drei Kräftezehrenden Tagen und zahlreichen Wechseln an der Spitze stieg Clemens Mayer (21), Student aus Brannenburg, auf den höchsten Platz des Podiums und wurde Gedächtnisweltmeister 2006!

Auch die deutsche Nationalmannschaft war erfolgreich: In der Nationenwertung werden die besten drei Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeder gestarteten Nation gewertet und Clemens Mayer, Dr. Gunther Karsten (44, Erfurt) und Boris Konrad (22, Hattingen) waren am besten! Hochdünn vor England konnte der Titel Mannschaftsweltmeister verteidigt werden. Als wäre das noch nicht genug, konnte auch Corelia Beddies (17, Pfullingen) auftrumpfen und wurde als Gesamt-Sechste Frauenweltmeisterin!

Bei den Junioren (Jahrgang 1989 und jünger) wurde Christof Beierle (16, Meinerzhagen) vor Tim Gehrken (13, Witten) Zweiter. Beide wurden nur geschlagen durch Corinna Draschl (16) aus Österreich.

Die Europäische Gesellschaft zur Förderung des Gedächtnisses e.V. wurde im Jahr 2002 nahe Weimar gegründet. Mit viel Enthusiasmus und Engagement sind wir die große Herausforderung angegangen, eine bundesweite Plattform für das Gedächtnistraining zu schaffen.

Wir wollen ähnlich dem Deutschen Schachverband möglichst viele begeisterte Anhänger der Gedächtnistechniken und des Gedächtnissports unter einem Dach vereinen. Als Verein mit anerkannter Gemeinnützigkeit verfolgen wir ideelle, und keine wirtschaftlichen Ziele.

Als Verein möchten wir etwas Positives in dieser Welt bewirken und haben viele Visionen für die Zukunft. Neben zahlreichen anderen, haben wir zwei wichtige Ziele in unserer Satzung fest verankert:

Zum einen werden wir die teilweise bereits vor Jahrhunderten erfundenen Techniken möglichst vielen Menschen, vor allem aber an Schüler vermitteln. Hierzu bilden wir Lehrer und andere Interessierte aus, die ihrerseits in Arbeitsgruppen an Schulen die Techniken an Jugendliche weitergeben. Zur Unterstützung haben wir umfangreiche, didaktisch durchdachte Arbeitsunterlagen erstellt.

Viele von uns hätten sich gewünscht, schon in der Schulzeit und Ausbildung diese äußerst effektiven Lernmethoden gekannt zu haben. Um wie viel leichter wäre es uns damals gefallen, beispielsweise Geschichtsdaten oder Vokabeln zu lernen und dabei auch noch Spaß zu haben. Das Wissen der Menschheit nimmt im rasantem Tempo zu: Es verdoppelt sich innerhalb von 10 Jahren!! Vielleicht ist es in ferner Zukunft sogar erforderlich, Gedächtnistraining als Pflichtschulfach einzuführen. Schließlich werden an die Menschen von morgen immer höhere Anforderungen gestellt – immer mehr Informationen müssen aufgenommen werden und abrufbar sein.

Zum zweiten bieten wir regelmäßig regionale und nationale (die deutsche Gedächtnismeisterschaft wird ausgerichtet von der GGK e.V.) sowie zu einem späteren Zeitpunkt auch internationale (z.B. europäische) Meisterschaften an. Viele von uns haben bereits an solchen Wettkämpfen teilgenommen und den Reiz und Spaß entdeckt, sich gegenseitig zu messen und zu immer neuen Rekorden anzustacheln. Wie in den körperlichen Sportarten auch wird sich das Gedächtnistraining immer mehr zu einer breiteren Bewegung entwickeln, bei der „Leistungssportler“ die Möglichkeiten des menschlichen Gedächtnisses aufzeigen und Deutschland im internationalen Vergleich vertreten.

Selbstverständlich schließt dieses Ziel auch ein, Personen mit körperlichem Handicap (z.B. Blinde) die Teilnahme an Wettkämpfen zu ermöglichen: Denn im Mentalsport misst man sich mit seinem Geist und nicht mit der körperlichen Hülle!

Wir freuen uns, auf unserem Weg bereits ein gutes Stück vorangekommen zu sein und sehen sehr gespannt und motiviert in die Zukunft.

Wir freuen uns über jeden Menschen, der unsere Ziele teilt.

Wir heißen auch Sie gern in unserer Organisation willkommen, unabhängig davon, ob Sie sich aktiv einbringen möchten, vielleicht sogar der kommende Nord- oder Süddeutsche Meister werden oder uns passiv unterstützen möchten.

In diesem Sinne schließen wir mit dem Startsignal der Meisterschaften:

Neurons-on-the-ready… Go!!

Michael Gloschewski

Vize-Präsident MemoryXL