Sudokuwette bei Wetten dass?

30. September 2006

Am 30. September 2006 begann die neue Staffel von Wetten, daß…? Die beliebteste und bekannteste Show im deutschen Fernsehen hat immer wieder Gedächtniswetten präsentiert. An diesem Samstag war MemoryXL- Gedächtnissportler Boris Nikolai Konrad in der Livesendung zu Gast. Er hatte dort zwei Minuten Zeit, sich fünf ungelöste Sudoku-Rätsel, das berühmte japanische Ziffernspiel, anzusehen. Direkt im Anschluß mußte er in nur vier Minuten aus 100 Lösungen die passenden heraussuchen.

Diese großartige Gedächtnisleistung schaffte er mit Bravour. Nicht nur Moderator Thomas Gottschalk und die Wettpaten staunten über diese Fähigkeiten, auch ganz Deutschland fragte sich wieder einmal, wie so etwas möglich ist! Der 2002 gegründete, gemeinnützige Verein MemoryXL e.V. setzt sich für die Verbreitung von Mnemotechniken ein, denn in der Tat kann mit den richtigen Techniken und etwas Übung jeder (!)solche “Gedächtniswunder” vollbringen. Wir haben für Sie unsere besten Tipps in einem PDF-Dokument zusammengestellt, das sie sich von dieser Seite hier herunterladen können. Ebenfalls finden Sie hier unseren kostenlosen Gedächtnistrainer. Wir erheben hierfür keine Gebühr und auch die weitere Nutzung ist kostenfrei.

Sudoku Wette

30. September 2006

Wetten, dass…? In der 163. Sendung am 30.09.2006 in Karlsruhe wettete Boris Nikolai Konrad aus Hattingen, dass er sich fünf ungelöste Sudokus einprägen kann und diese aus 100 gelösten Sudoku-Rätseln wiedererkennt.

Auf die Wette kam Boris Konrad als überlegte wie man Gedächtnistraining und Sudoku kombinieren könnte. Zuerst wollte er einfache Rätsel im Kopf lösen, aber das dauert zu lange. Daraufhin kam ihm die Idee, dass er sich ungelöste Rätsel einpräge und unter 100 gelösten Sudoku-Rätseln wiedererkennen könnte.

Die Wettpaten Oliver Kahn und Sönke Wortmann tippen: Ja, er schafft es.
Sie hatten recht.

Fräulein Beddies hat ‘ne Menge Grips

6. September 2006

Können Sie sich die folgende Kette aus 50 Binärzahlen merken? 0010110011 0110011011 0100011111 0100001010 0011101001. Zu schwierig? Cornelia Beddies kann sich eine Zahlenfolge merken, die aus mehr als zweieinhalbtausend Einsen und Nullen besteht. Kein Wunder, dass die Pfullingerin Gedächtnisweltmeisterin ist – mit gerade mal 17 Jahren. Bei der 15. Gedächtnis-WM in London im August landete Beddies auf dem sechsten Platz – und war damit die beste Frau.

“Ich habe vor zwei Jahren auf RTL die Grips-Show mit Günther Jauch gesehen. Die Zuschauer konnten bei vielen Gedächtnisaufgaben mitmachen. Ich habe nicht schlecht abgeschnitten – und danach begonnen, mein Gedächtnis regelmäßig zu trainieren.” Beddies besorgte sich die Bücher eines Gedächtnissportlers, der selbst sieben Mal deutscher Meister war. Und siehe da, die Anstrengungen der Gymnasiastin trugen Früchte: Bereits bei der WM 2005 konnte sie sich den dritten Platz in der Juniorenklasse sichern.

2006 hat Beddies nun bereits bei den Erwachsenen mitgemacht – und vor allem in einer Disziplin geglänzt: “Binärzahlen merken ist meine Lieblingsaufgabe, da bin ich wirklich gut.” In einer halben Stunde konnte sie sich eine Reihe von 2521 Einsern und Nullen merken – und landete hier auf Platz 4. Auch in den anderen neun Disziplinen schnitt Beddies bei den drei Tagen langen Wettkämpfen gut ab: Eine weitere willkürliche Zahlenabfolge, dieses mal aus allen Zahlen von 0 bis 9 bestehend, konnte Beddies bis zur 1278sten Ziffer memorieren. Oder: In gerade 15 Minuten prägte sie sich 105 Porträtfotos mit den dazu gehörenden Vor- und Nachnamen ein.

Nervös wird Beddies allerdings, wenn es um das Merken von Spielkarten geht. “Das verzittere ich regelmäßig.” Trotzdem: In einer Stunde konnte sie sich die Abfolge von mehr als 14 Karten-Stapeln merken – das sind mehr als 700 Spielkarten.

Kein Wunder, dass die Gymnasiastin besonders gut in Naturwissenschaften abschneidet – und damit das Klischee widerlegt, diese Fächer seien nur Männersache. Wobei: Bei der Gedächtnis-WM waren bei 33 Teilnehmern nur zehn Frauen dabei. “Ich könnte jetzt natürlich sagen, dass Männer eine bessere Begabung haben – aber da würde ich mir ja nur selbst schaden”, lacht Beddies. Gedächtnistraining ist übrigens nicht ihr einziges Hobby. Gerne geht sie auch Inline-Skaten, Radfahren – oder einfach nur mit Freunden aus. Die sind begeistert, dass ihre Freundin mit Grips nun ein Jahr lang den weltmeisterlichen Titel trägt.

Quelle: Stuttgarter Zeitung

Kurkuma stärkt mentale Leistungen

6. September 2006

Gelber Ingwer, Haldi, Turmeric, Gelbwurz oder auch Kurkuma genannt ist nach Angaben von Forschern aus Singapur noch gesünder als bisher angenommen. Das Gewürz, einer der Hauptbestandteile der indischen Curry-Gemische, ist nämlich in der Lage die Gedächtnisleistungen von Menschen deutlich zu steigern, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.

Gelber Ingwer, Haldi, Turmeric, Gelbwurz oder auch Kurkuma genannt ist nach Angaben von Forschern aus Singapur noch gesünder als bisher angenommen. Das Gewürz, einer der Hauptbestandteile der indischen Curry-Gemische, ist nämlich in der Lage die Gedächtnisleistungen von Menschen deutlich zu steigern, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.

Curry hilft bei Alzheimer

Das Forscherteam um Tze-Pin Ng von der National University in Singapur hat herausgefunden, dass Kurkuma die Ablagerung von Amyloid-Plaques bei Alzheimer-Patienten hemmt. Bei Untersuchungen von mehr als Tausend gesunden Asiaten zwischen 60 und 93 Jahren konnten die Forscher feststellen, dass jene Probanden, die regelmäßig Curry aßen, eine bessere Gedächtnisleistung aufwiesen als jene, die nie oder selten Curryspeisen zu sich nahmen.

Eine Currywurst pro Halbjahr

“Das Erstaunliche an den Untersuchungen war, dass bereits ein Currygericht in einem Zeitabstand von einem halben Jahr diese positiven Veränderungen bewirkte”, so der Forscher. Das Wissenschaftlerteam will nun weitere Studien durchführen, um die genaue Wirkung von Kurkuma zu erforschen. Dazu sollen klinische Tests Gelbwurz mit einem Placebo vergleichen.

Kurkuma in der indischen Medizin

Kurkuma ist in der Geschichte bereits seit 3.000 Jahren in Gebrauch. Neben der Verwendung als Gewürz diente der Farbstoff auch zum Färben von Stoffen. Zunächst wurde der Gelbwurz nur in Indochina und Indien verwendet, gelangte aber bereits Ende des ersten Jahrhunderts nach Europa – zuerst nach Griechenland, später nach Mitteleuropa. Das Gewürz ist seit jeher für seine verdauungsfördernde Wirkung bekannt. Kurkuma hat zudem antimutagene, antikarzinogene und antitumorale Wirkung. Die Substanz wirkt außerdem antioxidativ. In der indischen Medizin wird Kurkuma bei Entzündungen, Wunden und Ulzera der Haut, Juckreiz, Bauchbeschwerden, Blähungen und Verstopfung angewendet.

Quelle: Berlin Online

Tierversuche bieten neue Ansätze gegen Alzheimer

6. September 2006

Der Berliner Molekulargenetiker Prof. Erich Wanker sieht in jüngsten Ergebnissen von Tierversuchen erste Ansätze, Alzheimer und andere Demenz-Erkrankungen in Zukunft schon im Frühstadium erkennen und bekämpfen zu können.

»Allerdings ist der Schritt von der Maus zum Menschen oft noch sehr groß«, warnte der Experte für neurodegenerative Erkrankungen am Max-Delbrück-Centrum (MDC) in Berlin-Buch in einem dpa-Gespräch. Das MDC ist von diesem Mittwoch bis zum Samstag Gastgeber einer weltweit bislang einzigartigen Konferenz, bei der Genomforscher und Alzheimer-Experten gemeinsam neue Grundlagen und Ansätze zur Therapie dieser Erkrankungen diskutieren.

Berlin (dpa) – Der Berliner Molekulargenetiker Prof. Erich Wanker sieht in jüngsten Ergebnissen von Tierversuchen erste Ansätze, Alzheimer und andere Demenz-Erkrankungen in Zukunft schon im Frühstadium erkennen und bekämpfen zu können.

»Allerdings ist der Schritt von der Maus zum Menschen oft noch sehr groß«, warnte der Experte für neurodegenerative Erkrankungen am Max-Delbrück-Centrum (MDC) in Berlin-Buch in einem dpa-Gespräch. Das MDC ist von diesem Mittwoch bis zum Samstag Gastgeber einer weltweit bislang einzigartigen Konferenz, bei der Genomforscher und Alzheimer-Experten gemeinsam neue Grundlagen und Ansätze zur Therapie dieser Erkrankungen diskutieren.

»Es passiert sehr viel Spannendes zur Zeit«, berichtete Wanker. So habe Dominic Walsh (Dublin) bestimmte so genannte Oligomere nachgewiesen, winzige Strukturen, die ein früher Marker und zugleich Auslöser von Demenz seien. »Schon diese Oligomere könnten eines Tages Zielscheiben neuer Medikamente werden, lange bevor sich die für Alzheimer typischen Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn zeigen«, erläuterte Wanker.

Ein Team um Prof. Ulrich Hartl (München) wiederum erforsche spezielle Hitzeschock-Proteine, so genannte Chaperone (»Anstandsdamen«), die die bei neurodegenerativen Erkrankungen typischen, missgefalteten Proteine erkennen und dabei helfen, sie wieder richtig zu falten. »Diese Chaperone hat jeder, aber mit dem Alter wird ihre Aktivität schwächer. Allerdings können die schwächelnden “Anstandsdamen” offenbar mit bestimmten Molekülen wieder aktiviert werden.« Für seine Forschungen erhält Hartl an diesem Donnerstag in Hamburg den mit 750 000 Euro dotierten Körber- Preis für die Europäische Wissenschaft 2006.

Auch der Kanadier Michael Hayden, dessen Veröffentlichung im Journal »Cell« jüngst für Aufsehen sorgte, wird in Berlin sein: Er hat im Tierversuch mit bestimmten Enzymen erfolgreich die zelluläre »Müllabfuhr« für die Eiweißablagerungen im Hirn angekurbelt und den Mäusen somit ihr Gedächtnis zurückgegeben. Wankers Berliner Team selbst arbeitet daran, die Missfaltung von Proteinen mit bestimmten Substanzen aus dem Grünen Tee zu verhindern. »Bis daraus jedoch Medikamente für den Menschen entstehen, werden noch viele Jahre vergehen«, betont Wanker.

Derzeit ist Alzheimer nicht heilbar, sondern lässt sich mit Medikamenten lediglich im Verlauf um einige Zeit verzögern. Rund eine Million Menschen in Deutschland leiden an einer Demenzerkrankung, zwei Drittel davon an der vor 100 Jahren vom deutschen Nervenarzt Alois Alzheimer erstmals beschriebenen Krankheit.

06.09.2006 dpa